„Schloss aus Glas“, den autobiographischen Roman, den die New Yorker Journalistin Jeannette Walls 2005 veröffentliche, habe ich schon vor einigen Jahren gelesen. Das Buch erzählt die Geschichte einer Kindheit  in Armut und voller Entbehrungen, die die Autorin und ihre drei Geschwister erleben mussten. Der Vater, ein alkoholkranker Lebenskünstler, und die Mutter, eine weltentrückte Künstlerin, vertraten die Ansicht, dass nur ein schonungslos hartes Leben ihre Kinder das Leben lehrt. Ich war  sehr betroffen, oft fassungslos, manchmal wütend auf diese Eltern. War teilweise aber auch fasziniert von den fast schon philosophischen Gedanken und Träumen des Vaters, der es damit immer wieder schaffte, die Menschen in seiner Umgebung in seinen Bann zu ziehen. Um sie dann im Alkoholrausch wieder von sich zu stoßen.

Das Buch war so voll Emotionalität, ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie man dies in einen Film transportieren könnte.

Ich wollte ihn mir überhaupt nicht anschauen. Habe es aber dann doch getan.

Und wie bin ich froh darüber!

Der Film ist absolut sehenswert und sehr zu empfehlen!!!