Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Rhabarber, Rhabarber

# Werbung für ein Gemüse, welches wie Obst verwendet wird, Frühlingsgelüste und Markteinkäufe

Was für eine Freude, wenn der Wochenmarkt nach den langen, kargen Wintermonaten wieder mit einem üppigen Angebot lockt! So wie auf frische Kräuter und den ersten Spargel,  freue ich mich auch alle Jahre wieder auf Rhabarber.

Im Garten meiner Kindheit gab eine riesige Staude und in jedem Frühling machte ich meine ganz eigene Mutprobe: Schaffe ich es dieses Mal in den knackig-frischen Rhabarberstängel zu beißen oder muss er wieder zuerst Stück für Stück in Zucker gestippt werden?  Diese Mutprobe habe regelmäßig verloren, weil sich all meine Geschmacksnerven schon beim ersten Kontakt mit dem sauren Rhabarbersaft voller Abwehr zusammenzogen haben. Noch heute kann ich dieses Gefühl nachempfinden.

Da meine Liebe zum Rhabarber aber ungebrochen ist, habe ich mir im vergangenen Jahr  eine Staude in den Garten gepflanzt. Noch ist sie kümmerlich und kläglich anzusehen, doch alle Ratgeber versprechen mir, dass der Wuchs von Jahr zu Jahr üppiger und kräftiger wird. Also ist Geduld angesagt.

Aber ich habe ja den Wochenmarkt!

Mein aller-allerliebstes Rhabarberrezept ist ein Kompott, gemischt mit frischen Erdbeeren.

Und das geht so:

Ich nehme etwa 4-5 mittelgroße bis große Rhabarberstangen, putze sie, ziehe die Schale ab und schneide sie in gleichmäßige, etwas 2 cm lange Stücke.

Diese gebe ich mit Zucker (nach Gefühl) und einem Päckchen Vanillezucker (schön für’s Aroma) in einen Topf und lasse alles ungefähr 15 Minuten ziehen damit sich etwas Saft bildet.

Ich gebe noch ein wenig Wasser dazu (sonst  brennt der Rhabarber  leicht an) und koche das Kompott auf mittlerer Stufe bis die Rhabarberstückchen zerfallen sind.

Sollte sich nun mehr Saft als gewünscht gebildet haben, binde ich ihn mit etwas Speisestärke ab.

Den Topf ziehe ich zur Seite und während das Kompott abkühlt, putze ich frische Erdbeeren und halbiere oder viertele sie. Auch sie werden etwas gezuckert und dann vorsichtig unter das abgekühlte Kompott gehoben. Fertig!

Ich liebe dieses Kompott zu Vanilleeis, Mascarponecreme, Frischkäse, Quark oder Joghurt. Lecker!

Ach, übrigens:

„Rhabarber, Rhabarber“ pflegt man zu sagen, wenn man seinem Gegenüber verdeutlichen will, dass seine Äußerungen nicht mehr als unverständliches Gebrabbel  sind oder als langweiliges Gerede empfunden werden.

Ich hoffe doch sehr, dass mir das zu diesem Beitrag erspart bleibt!!  (((-;

2 Kommentare

  1. Liebe Margitt,

    dieses wunderbare Kompott habe ich tatsächlich zum allerersten Mal bei Dir gegessen und seither schon oft zubereitet.
    Und wusstest Du, dass es auf dem Markt “ Himbeerrhabarber “ gibt, den man gar nicht schälen muss?

    • Mara

      6. Mai 2019 at 9:43

      Liebe Charlotte, du treue Leserin! ((-:
      Himbeerrhabarber hat noch einen großen Vorteil: Er ist nicht ganz so sauer und man braucht weniger „bösen“ Zucker.

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