Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

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Noch ’n Gedicht…

März

Im März fängt bunt de Frühling aa.

Die Blümmscha blühe hie un da,

umschwärmt von Biencha mit Gesumm.

Aa Glück: De Winter is erum!

De aale Urlaub wird genomme.

Der is aan jetzt so recht willkomme.

 

Zum Winterschlaf in dere Zeit

Kimmt oft noch Frühjahsmüdigkeit.

Doch wenn in alle Äst un Zweische

So nach un nach die Säfte steische,

erwache Triebe, lacht des Herz.

En scheene Monat is der März!

 

Frankfurter Mundartgedicht

 

Frühstart

Da war ich wohl ein bisschen voreilig: Die dicken Winterjacken waren schon von verknuddelten Papiertaschentüchern befreit, gebürstet, gewaschen oder für die Reinigung weggehängt.

Die Vorfreude und die milden Temperaturen haben dafür gesorgt, dass dunkle, dicke Winterkleidung absolut nicht mehr tragbar waren. Hell und leicht musste es jetzt sein!

Nun kommt der Winter zurück, am Wochenende sind Minusgrade vorhergesagt und für mich bedeutet das: Ich werde wieder zittern und frieren.

Was also tun??

Ich bleibe einfach bei hell und leicht –

und ziehe ein wärmendes Fleece drunter!!

Nächste Woche ist Frühlingsanfang! Ob das Wetter das weiß? (((-;

Jetzt gibt’s Hühnersuppe

Da dachte ich doch tatsächlich, ich käme ungeschoren davon… Täglich habe ich Ingwertee getrunken, Vitamine zu mir genommen und mir die Hände sorgfältig gewaschen, wenn ich von unterwegs wieder nach Hause gekommen bin. Und – schwupps! – hat es mich doch erwischt.

Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und ein dicker Kopf lähmten mich und ich fühlte mich saft- und kraftlos. Jetzt geht es so langsam wieder und ich verspüre wieder einen Hauch von Energie. Also los zum Einkauf. Jetzt gibt’s Hühnersuppe. Besser spät als gar nicht und schaden tut’s sowieso nix.

Und so mache ich sie:

1 Zwiebel halbieren und in einer Pfanne anrösten.

In einem großen Topf mit leicht gesalzenem, kalten Wasser das Huhn aufsetzen.

Dann kommen klein geschnittenes Suppengemüse, die Zwiebel,  gehackter Knoblauch und Ingwer sowie Chiliflocken dazu.

In einem Teebeutel (dann kann man alles ganz leicht wieder heraus fischen…) gebe ich 2 Lorbeerblätter, 3-4 Wacholderbeeren und Pfefferkörner in die Suppe.

Ich lasse alles eine gute Stunde lang köcheln. Dann nehme ich das Huhn heraus, lasse es etwas abkühlen und schneide das Fleisch in kleine Stücke. Teebeutel nicht vergessen!

In die Suppe gebe ich entweder Reis oder feine Suppennudeln. Wenn die Einlage gar ist, schmecke ich alles noch einmal ab und gebe das Fleisch wieder hinein.

Vor dem Servieren alles mit frischer, klein gehackter Petersilie bestreuen.

Gute Besserung!!

Endlich März!

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch

in grünem Knospenschuh;

„Er kam, er kam ja immer noch“,

die Bäume nicken sich’s zu.

 

Sie konnten ihn all erwarten kaum,

nun treiben sie Schuss auf Schuss;

im Garten der alte Apfelbaum,

er sträubt sich, aber er muss.

 

Wohl zögert auch das alte Herz,

und atmet noch nicht frei.

Es bangt und sorgt: „Es ist erst März

und März ist noch nicht Mai.“

 

Oh schüttle ab den schweren Traum

und die lange Winterruh.

Es wagt es der alte Apfelbaum,

Herze, wage es auch du!

 

Theodor Fontane (1819-1898)

Überlebenskünstler Moos

Wochenlang war es dunkel, nass und kühl. Jetzt ist zwar sonnig, dafür aber klirrend kalt. Umso erstaunlicher war es für mich zu sehen, wie wohl sich Moos bei diesen Witterungsverhältnissen fühlt. Wunderschön leuchtet es in sattem Grün aus dem Unterholz hervor oder schmückt karges Gestein. Schaut mal!

Fastest du auch schon?

Nein, das ist natürlich keine Fastenspeise!

 

 

Alle Welt, so wird es von mir zumindest empfunden, fastet. Ganz, teilweise, ein bisschen.. Das geht von Heilfasten, Intervallfasten, Alkoholfasten bis zum Verzicht auf Kohlenhydrate, ganz besonders auf Weizenmehl und Zucker.

Ich persönlich bin Anhängerin von Detoxtagen. Da verzichtet man eigentlich auf fast alles, außer auf Obst (in Maßen), Gemüse, Kräutertee und Wasser. Ganz schön hart, aber danach fühle ich mich echt wohl. Mein Problem ist allerdings immer, den richtigen Zeitpunkt für eine solche Woche zu finden, naja, mit Ein- und Ausschleichen sind es fast 14 Tage. Immer gibt es Versuchungen wie schöne Einladungen, gemütliche Kochzeiten und superleckere Rezepte, die gerade so gut in die Zeit passen, die die Umsetzung des Vorhabens blockieren. Oder es sitzt ganz einfach der innere Schweinehund da und knurrt: „Jetzt nicht!“

Vor kurzem aber habe ich von einer genialen Idee gehört:

Kennt ihr schon das Joker-Fasten??

Man gönnt sich für jedes Fastenvorhaben eine gewisse Anzahl von Jokern. Bei 14 Tagen könnten das 2 oder3 sein, bei einem Vorhaben über mehrere Wochen dürfen es entsprechend mehr sein. Das handelt jeder mit sich selbst aus. Dann kann man, wenn sich eine Versuchung in den Weg stellt, dieser ruhigen Gewissens nachgeben und einen Joker einsetzen.  – Und dann, ebenfalls ohne Reue, mit der Fastenzeit weiter machen.

Und für ein Törtchen, wie auf dem Foto oben zu sehen ist, setze ich doch gerne mal einen Joker ein!!

 

Hmm! Schokotarte!!

Eigentlich war es einmal ein Plätzchenrezept meiner Mutter, Superköchin und erfindungsreiche Bäckerin mit viel Herz und Liebe für gutes Essen. Und genauso wie meine Mama, nehme ich fast immer Rezepte als Grundlage für eigene Interpretationen. Daher wurde irgendwann aus dem „Schokobrot“ einfach eine „Schokotarte“. Diese nehme ich gerne mit, wenn bei Einladungen ein kulinarischer Beitrag erwünscht ist, vorwiegend natürlich in der kühleren Jahreszeit, da tut Schokoladiges einfach nur gut.

Die Zutaten:

250g Margarine oder Butter (Da ich mich nicht entscheiden kann, nehme ich immer halb-halb.)

250g Zucker

6 Eier

150g gemahlene Haselnüsse

100g gemahlene  Mandeln

200g Nougat

50g dunkle Schokolade

100g gesiebtes Mehl

Vorbereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen, eine hohe Obstkuchenform mit glattem Rand mit Backpapier auslegen, Zutaten bereit stellen, Eier in Eigelb und Eiweiß trennen

So wird’s gemacht:

-Schokolade und Nougat im Wasserbad schmelzen lassen, nicht zu heiß werden lassen

-Margarine und Butter schaumig rühren, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen

-6 Eigelb nach und nach dazu, das Eiweiß zu Schnee schlagen

-geschmolzene Schokoladenmasse dazu geben

-dann Haselnüsse und Mandeln unterrühren

-jetzt das Mehl drüber sieben und vermischen

-am Schluss das Eiweiß vorsichtig unterheben

Die Teig auf das vorbereitete Blech streichen und sofort in den Backofen geben, bei 180 Grad Unter- und Oberhitze 30-35 Minuten backen. Nicht zu trocken werden lassen, da der Kuchen am besten schmeckt, wenn der Kern noch etwas feucht ist.

Nach dem Abkühlen lege ich ein Papiertortendeckchen drauf, bestäube alles mit Puderzucker. Wenn das Papier vorsichtig runtergehoben wird, zeigt sich ein schönes, dekoratives Muster.

Es gibt noch eine sehr leckere Variation: Auf den abgekühlten Kuchen Orangenmarmelade streichen und anschließend mit aufgelöster dunkler Kuvertüre bestreichen. Hmm!!

Wintermonate

Ja, er hat recht, mein guter Freund, der mich neulich ob meiner ungeduldigen Frühlingserwartung darauf hingewiesen hat, dass Januar, Februar und März Wintermonate sind.

Ich weiß das natürlich auch. Aber, bitte schön, wollen wir das??

Ich glaube, so niemand in meinem weiten Freundes- und Bekanntenkreis möchte jetzt noch Schnee schaufeln oder früh am Morgen den Split auf die Gehwege streuen. Nach den doch sehr dunklen, nassen, kühlen Zeiten wollen wir alle Sonne, Helligkeit, Wärme. Aber die Wartezeit wird uns lang…

Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass es doch eine gute Idee sei, Weihnachten auf den 24. Februar zu legen. Dann könnte sich man die Wartezeit auf den Frühling mit Plätzchen backen und der Geschenkejagd verkürzen.

Hmmm, ich überlege ein Weilchen. Eigentlich…

…ein dummer Gedanke! Was würde ich denn dann im November und Dezember tun??

Gott sei Dank zeigt sich jetzt ab und an die Sonne und strahlt:

Es gibt mich noch!!

 

 

En goldisch Meenzer Mädche oder „Go for Gold!“

Ein dreifach donnerndes…!!!

Die närrischen Tage sind da und, wie man in Mainz so sagt, singt Gott Jokus mit uns ein Hallelujah.

Ich bin keine Vollblutfastnachterin, aber in diesem Jahr bin ich dabei! Ich hab Spaß uff de Gass, singe, schunkele, steh mir die Beine in den Bauch.

So richtig toll geht es mir gerade nicht. Und wie tut es da gut, abgelenkt zu sein, sich treiben zu lassen (Haha, soweit das mir überhaupt möglich ist.) und sich von völlig harmloser, lustiger Feierlaune anstecken zu lassen.

Heute bin ich ein „Goldisch Meenzer Mädche“ und ich „gehe für Gold“ (Wieder Haha! So wird halt die wörtliche Übersetzung angezeigt.). Ich stülpe mir eine goldene Perücke über, behänge mich mit unechtem Geschmeide und ziehe los, mein momentanes Seelentief zu besiegen. Ich hoffe auf eine Medaille…

Ein dreifach donnerndes Helau, Helau, Helau!!

 

Alte Wege – neue Wege

Manchmal ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.

Wenn man an einem Punkt angekommen ist, schon schnaufend, mit heftigem Herzklopfen, weil der Weg vielleicht doch anstrengender war als es von weitem ausgesehen hat, dann bleibt man doch besser erst einmal stehen. Weil man einfach nicht mehr kann.

Vielleicht hat man sich überschätzt. Oder sich nur vom schönen Schein blenden lassen, der  vom wunderbaren Ziel träumen ließ, und dabei die vielen kleinen Steine, die einen leicht zum Straucheln bringen können, einfach übersehen. Sogar übersehen wollen?

Wenn man dann inne gehalten hat und ein bisschen schlau ist und auch ein wenig Mut hat, kann man sich eingestehen:

Diesen Weg will ich nicht weiter gehen!

 

 

Und dann kann ich mich in Ruhe umschauen. Ist da nicht ein anderer Weg, ein bisher nicht entdeckter Pfad, der, vielleicht mit ein paar Umwegen, in die richtige Richtung führt?

Oder mache ich mich auf den Rückweg? Mit Bedauern zwar, aber auch erleichtert.

Egal. Ich gehe los!!

 

 

 

 

 

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