#Werbung für unscheinbare Schönheit und ein Supergeschmackserlebnis

Es gab einmal eine Zeit, da aß man im Sommer Tomaten. Wenn man in der glücklichen Situation war, einen Garten sein Eigen zu nennen, waren sie aromatisch und wohlschmeckend. Wenn nicht, dann musste man mit eher geschmacksneutralen Gewächshaustomaten aus dem Supermarkt vorlieb nehmen.

Wie dem auch sei: Ich kannte Tomaten, einfach nur Tomaten.

Heute gibt es Kirschtomaten, Roma-, Paprika- und Cherrytomaten, die goldene Königin, die Tigerella, im Moment ganz hipp, das Ochsenherz und noch viele mehr.

Sie leuchten in den unterschiedlichsten Farben: Gelb, orange, grün oder violett und natürlich rot. Es gibt sie gerippt und glatt, riesig und klein, rund und länglich. Und alle sind wunderschön anzuschauen!

Auf dem Wochenmarkt habe ich mich eingedeckt und einen ganz persönlichen Wettbewerb veranstaltet.

Schön waren alle, manch aufgeschnitte Frucht wirklich kunstvoll gemasert.

Aber der Geschmack, der konnte mich nicht immer überzeugen. Manch exotisch aussehendes Früchtchen schmeckte nach – nichts! Vielleicht kamen diese dann doch einfach wieder nur aus dem Gewächshaus.

Ich hatte allerdings auch eine eindeutige Gewinnerin:

Meine kleine, unscheinbar wirkende, aber selbst gezogene Echt-Bio-Naschtomate aus dem Kübel war die Siegerin!

Noch sonnenwarm in den Mund gesteckt, mit dem Zähnen zart geöffnet, am Gaumen leicht zerdrückt, behutsam zerkaut und dann genussvoll geschluckt:

Es war eine Geschmacksexplosion!!