Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Monat: Oktober 2019

Die besten Jahre

#Werbung für ein langes glückliches Leben und für Gelassenheit im Umgang mit unerfreulichen Nebenerscheinungen

Es gibt sie immer wieder, Situationen oder Bemerkungen, die mir lange zu denken geben.

„Alt zu sein ist Scheiße!“, sagte neulich eine Frau, schätzungsweise Mitte sechzig, voller Inbrunst und mit verbitterter Miene.

Uiii!  Was muss ihr widerfahren sein, dass sie das soo sagt?

Natürlich ist das Leben kein Honigschlecken und das ist nun in jedem Alter so. Und es ist klar, dass es mit den Jahren immer mehr körperliche Gebrechen oder sogar schlimme Krankheiten gibt. Man hat vielleicht mehrere schmerzhafte Verluste erfahren, die Endlichkeit der eigenen Zeit wird einem immer wieder bewusst…

Es gibt aber auch andere Sichtweisen und Blickrichtungen.

Wer kennt nicht lustig aufgemachte Filme wie Das Beste kommt zum Schluss, Wir sind die Neuen, Was das Herz begehrt, in denen auf humorvolle Weise gezeigt werden soll, dass das Leben in späteren Jahren zwar besondere Herausforderungen mit sich bringt, dass es aber, mitunter unkonventionelle, Möglichkeiten gibt, mit diesen Herausforderungen umzugehen.

In den Bestsellerlisten tummeln sich Bücher, die die positiven Seiten des Älterwerdens aufzeigen, die Lesungen dazu sind gut besucht.

Beispiele hierzu sind:

Eckart von Hirschhausen/Tobias Esch: Die bessere Hälfte

Margot Käßmann: Schöne Aussichten auf die besten Jahre

Aber ist das so? Kommen in der zweiten Lebenshälfte die besten Jahre??

Hier kommt, ganz exklusiv und nur für euch, meine ganz persönliche Meinung:

Ich weiß gar nicht, ob meine schönsten Jahre schon vergangen sind oder erst kommen. In jeder Lebensphase hatte ich Sorgen, Nöte, dunkle Gedanken, aber immer viel mehr Spaß, Freude, Genugtuung, Heiterkeit…

Und daran hat sich nichts geändert. Deshalb freue ich mich auf Jahre, die hoffentlich immer wieder wundervolle, erfüllte Tage und Stunden bringen, die vielleicht zu den Besten meines Lebens  gehören werden.

Die vergangene Pracht von Erika

#Werbung für Verblühtes und Vergangenes in malerischer Umgebung

Es soll Menschen geben, die sagen, in die Lüneburger Heide würden sie erst fahren, wenn sie achtzig Jahre alt sind.

Schade!

Sie verpassen tatsächlich eine traumhaft schöne Landschaft und ein einmaliges Naturerlebnis.

Natürlich wäre eine Reise in der Hauptblühzeit der „gemeinen Besenheide“, auch Erika oder Culluna Vulgaris genannt, imposanter gewesen. In diesem Jahr soll die Blüte noch üppiger als sonst ausgefallen sein, das muss ein wahres Farbspektakel gewesen sein!

Aber die Lüneburger Heide hat auch neben der Hauptsaison viel zu bieten. Es ist ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber. Und für Menschen, die sich nicht ganz so gut auf eigenen Füßen oder auf  dem Fahrradsattel fortbewegen können, werden nostalgische Kutschfahrten angeboten.

Der Vorteil an einem Besuch in der Nebensaison liegt eindeutig darin, dass die Region in dieser Zeit nicht mehr so sehr von Touristenströmen überflutet ist. Man kann stundenlang durch die Heidelandschaft wandern oder radeln und begegnet nur ab und an weiteren Naturliebhabern, die hier unterwegs sind.

Einen Eindruck von der Blühfreude des Heidekrauts haben wir auch jetzt noch im Heidegarten im Höpen von Schneverdingen gewinnen können.

Mehr als 100 000 Pflanzen und 130 verschiedene Heidesorten kann man hier bestaunen und bei der Gestaltung wird Wert darauf gelegt, dass es zu jeder Jahreszeit blühende Bereiche gibt.

Und wem nach all der Ruhe und Beschaulichkeit nach ein bisschen urbanem Leben ist, dem empfiehlt sich ein Besuch in Lüneburg. Das Städtchen ist zwar mittlerweile 1050 Jahre alt, hat sich aber zu einer jungen, quirligen Studentenstadt mit der angeblich zweithöchsten Kneipendichte in Europa entwickelt.

Die Hansestadt Lüneburg ist einst vor allem durch den Handel mit Salz, dem weißen Gold, zu Reichtum und Ansehen gelangt und zeigte dies mit prachtvollen Bauten im Stil der Backsteingotik. Da die Stadt im zweiten Weltkrieg verschont geblieben ist, können noch sehr viele davon bewundert werden.

Dann aber wieder ab in die Ruhe der Heide!!

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