Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Monat: September 2019

Kleine Emporkömmlinge

#Werbung für orangefarbene Kugeln  und gelbe Riesen und bunte Turbane

Allüberall sind sie jetzt wieder zu sehen: Kürbisse

Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Farben und Formen. Sie heißen Muskatkürbis, Butternut, Gelber Zentner Turbankürbis und das sind nur einige der bekannteren Sorten.

Der Liebling unter den Kürbissen ist seit geraumer Zeit allerdings der Hokkaido und das ist ganz einfach erklärbar. Als einer der wenigen Kürbisse muss er nicht geschält werden und kann schnell und einfach verwertet werden.

In diesem Jahr wollte ich mir in meinem Garten eigene Hokkaidokürbisse ziehen.

Um es einfach angehen zu lassen, habe ich mir zwei vorgezogene Pflänzchen gekauft und diese nach den Eisheiligen eingepflanzt. Und dann passierte erst einmal nicht viel.

Wie wir alle wissen, war auch dieser Sommer viel zu trocken. Also habe ich gewässert, gegossen, gewässert und gegossen. Lange Ranken wuchsen, ab und an blühte es wunderschön leuchtend gelb, viele grüne Blätter wanderten durch das Bett. Aber sonst passierte nichts, nicht der kleinste Fruchtabsatz war zu erkennen.

Irgendwann passierte es dann, die Ranken wanderten in die Höhe. Nummer 1 erklomm den Zierapfelbaum, Nummer 2 begab sich in eine zur Verfügung stehende Eibe. Nun ja!

Doch plötzlich konnte ich es sehen – 2 kleine Kürbisbabys waren entstanden. Klein und grün zuerst, dann aber nach und nach färbten sie sich zu einem wunderschön leuchtenden Orange. Es sind tatsächlich Hokkaidokürbisse, wenn auch leider trotz aller Wassergaben im Wachstum zurück geblieben.

Schade!

In den Supermärkten und auf dem Wochenmarkt gibt es für 2,99 Euro schöne runde annehmbar große Kürbisse. Vielleicht werde ich mir demnächst mal einen kaufen.

Meine beiden Kürbisse dürfen noch ein bisschen in ihren luftigen Höhen verbleiben. Vielleicht legen sie doch noch etwas zu…

Und was dann mit ihnen geschieht, davon erzähle ich euch ein anderes Mal!!

Sehr zum Wohle!

#Werbung für ein alkoholisches Getränk, das aus Traubensaft hergestellt wird und für deren Erzeuger

Ich trinke gerne mal ein Glas Wein.

Manchmal auch zwei oder sogar mal …

Das kann einen nicht wirklich verwundern, denn ein Teil meiner Wurzeln liegt  in der Moselregion, die weltweit durch hervorragende Steillagengewächse bekannt ist.

Seit vielen Jahren lebe ich nun in einer weiteren, ebenfalls weltweit bekannten Weinregion, Rheinhessen genannt.

Wein ist eins meiner liebsten Genussmittel, ist sein Verzehr doch oft verbunden mit leckeren Speisen, Geselligkeit und fröhlichen Gesprächsrunden oder aber mit intensivem Gedankenaustausch.

In letzter Zeit jedoch wundere ich mich immer häufiger über die Preise, die mittlerweile für ein Glas Wein gezahlt werden soll. Da ist doch eine recht deutliche Preissteigerung zu verzeichnen! Wenn ich das in D-Mark umrechne! Das kann doch nicht sein!

STOPP!!

Nur mal einen Moment inne halten. Und dann überlegen, wie und unter welchen Bedingungen dieses edle Getränk in mein Glas kommt.

Fast ein ganzes Jahr lang hat der Winzer im Weinberg zu tun, bis endlich die Trauben gelesen werden und der eigentliche Ausbau zum trinkfertigen Wein beginnt.

Meist schon im Januar werden die Reben geschnitten, im Frühjahr wird gebogen und gebunden, der Boden muss regelmäßig bearbeitet werden, die Pflanzen müssen während der Wachstumsperiode geschützt und gepflegt, gedüngt und manchmal auch gespritzt werden. Bis zur Lese im September muss sich gekümmert werden und es sind unzählige Handgriffe erforderlich. Und was ist mit der Witterung? Gibt es genügend Regen oder Sonne? Was passiert, wenn es stürmt und hagelt?

Ihr merkt es auch: Wein ist ein absolut wertvolles und kostbares Getränk!

Und ein guter Wein ist tatsächlich auch seinen Preis wert, nicht allerdings jeden…

Und wie erkenne ich einen für mich guten Wein??

Er muss mir ganz einfach richtig gut schmecken!!

Im Kleinen beginnen

#Werbung für die inneren Werte und kleine Alltagsphilosophien

Wertstoffhof heißt der Platz, zu dem die Menschen ihre Abfälle und kaputt gegangene Dinge bringen können, damit so viel wie möglich recycelt werden kann.

Diese Höfe haben sogenannte Paten. Das sind Männer, die während der Öffnungszeiten für Ordnung und Sauberkeit sorgen.

Schon seit einer ganzen Weile bringe ich in regelmäßigen Abständen meine Gartenabfälle hin. So habe ich schon mehrere dieser Paten erlebt. Ehrlich gesagt kann ich mich kaum an eins der Gesichter erinnern.

Bisher…

In diesem Jahr ist das anders.

Der Herr, der jetzt dort für Recht und Ordnung sorgt, ist mir durch seine Freundlichkeit und Offenheit gleich aufgefallen.

Meine Grüße werden freundlich erwidert, es werden Scherzchen gemacht, über schlechtes Wetter wird  geschimpft, gutes natürlich gelobt…

Und obwohl er offensichtlich selbst leicht gehbeeinträchtigt ist, bietet er mir regelmäßig seine Hilfe bei der mühsamen Schlepperei an.

Darauf habe ich ihn bei meinem letzten Besuch angesprochen, mich herzlich bedankt und ihm gesagt, wie wohltuend ich seine Freundlichkeit empfinde.

Seine Antwort:

„Wissen Sie, im Leben gibt es so viel Durcheinander und Unfrieden. Das ist doch nicht gut! Es ist viel schöner, wenn man für seine Mitmenschen ein nettes Wort hat. Und wenn das schon die Großen nicht hinkriegen, dann müssen wir im Kleinen anfangen!“

Recht hat er, mein Alltagsphilosoph!!

Bundkarotten – vielfachbunt!

#Werbung für saisonale und regionale Gaumenfreuden

Sie heißen Möhren, Karotten, gelbe Rüben, Rübli oder gar Wurzel, das ist von Region zu Region unterschiedlich und das war mir bekannt.

In diesem Jahr ist mir aber zum ersten Mal die Farbenvielfalt der Möhre aufgefallen.

Ungeschält weckten sie zwar mein Interesse, von ihrer Schale befreit, erstrahlten sie dann neben dem wohlbekannten orange, in einem wunderschönen, dunklen Lila und in Gelb und es gab sie sogar lila-orange oder gelb-grün gestreift.

Daraus entstanden ist eine

Bunte Tarte von Möhren

Die Möhren habe ich geschält, in Scheibchen geschnitten und in einer Pfanne zusammen mit Ringen einer roten Zwiebel, etwas Knoblauch und Thymian  in Öl angedünstet und abkühlen lassen.

Währenddessen wurde der (von guten Geistern vorbereitete und selbst gekaufte) Blätterteig auf einem Blech entrollt, an den Rändern leicht aufgerollt und im  200 Grad heißen Backofen etwa 10 Minuten vorgebacken.

Aus 250 Gramm Ricotta und 100g Schmand habe ich eine Creme gerührt und mit Salz, Kräutersalz, Pfeffer und Cayennepfeffer gewürzt.

Diese Creme wurde auf den vorgebackenen Blätterteig gestrichen, darauf das gedünstete Gemüse verteilt und ab damit – 15 Minuten in den Ofen.

Mit frischen Kräutern bestreut und etwas Olivenöl beträufelt wurde daraus ein köstliches, leicht herbstlich angehauchtes Wochenendstartgericht!!

Selig in Seligenstadt

#Werbung für nette kleine Städte und süße Verführungen

Das Städtchen Seligenstadt ist unweit von Offenbach am Main gelegen.

Es gibt viele Gründe, einen Ausflug nach Seligenstadt zu machen:

Man kann hier einen Urlaubstag in nicht allzu weiter Entfernung verbringen.

Man kann sich an den schmucken Fachwerkhäusern erfreuen und durch die gemütlichen Gassen schlendern.

Der Besichtigung der berühmten Einhard-Basilika ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Und falls man, so wie wir, die Räder dabei hat, kann man auf gut ausgebauten Radwegen am Main entlang fahren, wenn man möchte, bis nach Aschaffenburg, und somit schon dem benachbarten Bayern einen Besuch abstatten.

Der allerallerwichtigste Grund, weshalb ich mit Sicherheit wieder nach Seligenstadt fahre, ist aber ein ganz anderer.

Hier habe ich die pure Versuchung erlebt  –  und bin ihr erlegen…

Der süße Löwer heißt das nette kleine Café in der Mainstraße, in das mich mein hessischer Begleiter führte.

https://der-suesse-loewer.de/

Und ich kann euch nur sagen, es war ein Traum! Beim Gedanken an all die süßen Leckereien in der Auslage läuft  mir auch jetzt das Wasser im Munde zusammen. Die Vielfalt von Törtchen, jedes ein kleines Kunstwerk, und die ansprechenden, appetitanregenden Torten machten die Wahl zur Qual.

Und dann erst das Geschmackserlebnis! 

Ein bekannter Fernsehkoch hat einmal den Begriff „Gaumensex“ geprägt. Hier durfte ich ihn erleben!!

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