Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Monat: Juni 2019

Sammellust und Blütenzauber

#Werbung für Glassammelsurium und das, was man daraus machen kann

MINIMALISMUS heißt der neue Trend! Es gibt unzählig viele Bücher, Blogs und Artikel über das wohltuende Aufräumen. Natürlich ist es wichtig, unnötigen Ballast abzuwerfen. Auch ich möchte nicht in einer völlig zugestellten Umgebung leben, sondern bin auch in geschlossenen Räumen für Licht, Luft und Klarheit.

Es gibt Menschen, deren Ziel ist es mit nur 100 Dingen zurecht zu kommen. Und die Kernaussage einer angesagten Aufräummethode lautet: Trenne dich von dem, was dich nicht glücklich macht und erfüllt.

Nur –

mich machen mehr als 100 oder 333 Dinge glücklich!

So liebe ich zum Beispiel Glassachen. Flaschen und Fläschchen, leere Marmeladengläser in hübscher Form und diese süßen, kleinen Minigläschen.

Nicht alles landet in meinen Glasvorräten, nur das, was ich für formschön erachte und die Deckel dürfen nicht mit einem dauerhaft angebrachten Firmenlogo versehen sein. Aber ich kann euch versichern, auch so kommt im Laufe der Zeit einiges zusammen…

Vielleicht koche ich ja bald mal wieder Marmelade oder ich mache Saft und tatsächlich stelle ich gerne Chutneys her. Dann möchte ich meine Behältnisse entsprechend wählen und individuell gestalten können.

Jetzt allerdings müssen einige meiner Schätze für die aktuelle sommerliche Tischdeko herhalten.

Dazu brauche ich:

1kleines Tablett,

Gläschen und Fläschchen unterschiedlicher Größen,

und das Ergebnis eines Gartenrundgangs.

Und wenn dann nach ein paar Tagen die ersten Blüten verwelkt sind? Macht nix, einfach nach und nach durch frisches Wasser und neue Blüten ersetzen!

Sieht das nicht wunderschön aus??

Das Glück eines Regentags

#Werbung für Schlechtwetterzeiten, in dem Bewusstsein, dass bald die Sonne wieder scheint

Ich gebe es zu:

Für dieses Regenwetter heute bin ich verantwortlich!

Wenn ihr euch fragt warum? Es ist ganz einfach:

Ein paar Tage Auszeit und damit verbundenes Fernbleiben im Juni, mit wechselhaftem Wetter, das bedeutet gute Wachstumsbedingungen für Pflanzen. Ja, auch für Wildpflanzen und –kräuter, von mir heute wieder einfach Unkraut genannt!

Also auch für eins meiner „Lieblingsunkräuter“, die gemeine – und ich meine tatsächlich gemein – Ackerwinde. Diese hat in der kurzen Zeit meiner Abwesenheit die Rosen umwickelt, den Lavendel erobert und droht viele andere Pflanzen und Gewächse so zu umwickeln, dass ihnen vielleicht nicht der Erstickungstod droht, auf jeden Fall aber ein gesundes Wachstum bremst wird.

Tja, alles hat seinen Preis!

Also war ich gestern Stunden um Stunden im Garten.

Nun hatte ich mir mal vorgenommen, diese Tätigkeit nur noch wohldosiert auszuführen. Nach Möglichkeit nicht mehr als 2 bis 3 Arbeitsstunden pro Garteneinsatz, damit der Verdruss nicht übermächtig wird, mein Körper nicht rebelliert und die Säcke für den Wertstoffhof nicht zu schwer werden.

So weit – so vernünftig!

Gestern aber war dieser gute Vorsatz wieder einmal vergessen. Wo und wann soll man auch aufhören? Wenn ich doch in der feuchten Erde so gut nach Wurzeln buddeln kann… Und das Wetter gerade perfekt für eine solche Arbeit ist… Und ich immer, wenn ich aufhören sollte, gerade eine Ecke erblicke, um die ich mich dringend auch noch kümmern muss…

So kam es wie es kommen musste. Als ich nach vollendetem Tagwerk, dornenkratzerverziert und mückenstichpustelgeschmückt in den Abendruhemodus überging, wusste ich:

Nächstes Mal höchstens 2 Stunden! Oder 3! Alles tat mir weh!

Und deshalb regnet es heute.

Damit ich nicht in Versuchung gerate und brav bin und von drinnen ins satte, regennasse Grün schaue.

Und ich genieße es!

Endlich Zeit für dies und das. Unterlagen sortieren, Kleiderschrank aufräumen, Schubladen auswischen. Vielleicht für die längst fällige Steuererklärung?

Ach was! Bei Regenwetter sind auch die Freundinnen zuhause.

Dann hole ich mir mal das Telefon!!

Von Sorge, Elend und einem Kulturerbe

#Werbung für den Erhalt von Kulturdenkmälern und Fachwerkskunst

Wernigerode im Harz war unser Ziel. Um dem Autobahneinerlei und den Baustellen zu entkommen, sind wir die letzten Kilometer auf der B 242 durch den Harz gefahren.

Und mittendrin im grünen Mittelgebirge kam plötzlich der Hinweis auf „Sorge“* und „Elend“**.

Mit Sicherheit sorgen diese Namen nicht nur bei uns erst einmal für Heiterkeit! Allerdings liegen in diesem Fall Sorge und Elend in idyllischer Umgebung, fern von Lärm und Großstadtrummel. Das kann nicht wirklich übel sein…

Wir sind in den Harz gefahren, weil wir durch Erzählungen im Bekanntenkreis und durch Zeitungsartikel auf die bunte Stadt am Harz Wernigerode und die UN-Kulturerbestadt Quedlinburg neugierig geworden sind.

Und wir wurden nicht enttäuscht!

Wernigerode mit seinem historischen Stadtkern, mit dem wunderschönen Rathaus, dem kleinsten Haus und dem schiefen Haus inmitten all der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser war ein Erlebnis. Und hoch über allem thronte das Schloss, ein malerischer Anblick!

Der Marktplatz mit Brunnen und Rathaus
Das kleinste Haus
Das schiefe Haus
Schloss Wernigerode

Auch wenn wir zunächst dachten, all diese Fachwerkkunst sei nicht zu toppen, wurden wir eines Besseren belehrt.

Quedlinburg ist zu Recht seit 1994 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen worden. In dem mehr als 1000 Jahre alten Städtchen erzählen 2069 Fachwerkhäuser, Villen der Gründerzeit und des Jugendstils und Gebäude aus der Romantik von der Geschichte und der Kultur vergangener Zeiten.

Wunderschöne  Bilder und Impressionen habe ich mit nach Hause genommen. Und wieder einmal die Gewissheit, dass man bei einem ersten Besuch nur einen kleinen Gesamteindruck bekommen kann. Nächstes Mal nehme ich mir viel mehr Zeit mit ins Gepäck!!

*Sorge bedeutet ursprünglich Ort im Grenzgebiet (Zarge) und ist ein kleines Dorf mit etwa 100 Einwohnern im Oberharz.

**Elend ist ein etwa 400 Einwohner großes Harzdörfchen in der Nähe des Brockens, mit 1141m die höchste Erhebung in der Region.

Rhododendronblüten und Froschkonzert

#Werbung für die Renovierung und Erhaltung betagter Parkanlagen

Da staunte ich nicht schlecht, dass mein hessischer Begleiter, der gar nicht so weit entfernt wohnt, und sich in seiner heimischen Region doch recht gut auskennt, noch nie etwas von „Schloss Wolfsgarten“ gehört hat.

Es ist allerdings nachvollziehbar:

Das Schloss versteckt sich in einer weitläufigen Parklandschaft und ist von der in der Nähe vorbeiführenden Straße nicht zu entdecken. Bekannt ist „Schloss Wolfsgarten“ jedoch bei Naturliebhabern und Gartenfreunden.  

Seit seiner Fertigstellung 1724 war das Anwesen lange Zeit  eines der vielen Jagdschlösser der Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Heute gehört es der Hessischen Hausstiftung und wird vom derzeitigen Landgrafen und dessen Frau weiter genutzt und restauriert.

Besonders der Park, in dem bedeutende Rhododendrenpflanzungen, einer der ersten japanischen Gärten in Deutschland und ein Teich zu finden sind, wird umsichtig wieder zu neuem Leben erweckt.

Jedes Jahr zur Rhododendrenblüte im späten Frühjahr und im Herbst zum „Fürstlichen Gartenfest“ wird der Park für Besucher geöffnet.

Und so kam es, dass mein hessischer Begleiter und ich bei strahlendem Sonnenschein, zusammen mit wahren Scharen von weiteren Besuchern zu Rhododendronblüte und Froschkonzert in den wunderschönen Park von „Schloss Wolfsgarten“ kamen.

Was ich euch leider nicht zu Gehör geben kann, euch aber ermutigen soll, im nächsten Frühjahr den Park zu besuchen, ist das, was dieser kleine Kerl da unten und viele, viele weitere Fröschlein veranstalteten. Ein Quakkonzert, wie ich es schöner noch nicht hören durfte!!

A rose is a rose is a rose…

#Werbung für einen anderen Blickwinkel und Rosen, Rosen, Rosen

Es ist wie es im Leben so ist:

Auf Schatten folgt Licht

Nach Regen kommt Sonnenschein

Es gibt doch unfassbar viele Redensarten und Sprüche mit ähnlichem Inhalt.

Eine Woche lang habe ich mich jetzt bodennah bemüht, der feindlichen Übernahme von Sauerklee, Disteln und Ackerwinde Einhalt zu gebieten.

Und was soll ich sagen! Ich war erfolgreich. Wenigstens für den Moment!

Also konnte ich mich stolz aufrichten und mein Haupt erheben, meinen Blickwinkel ändern.

Und was sehe ich:

Rosen, Rosen, Rosen! Gelb, rot, lila, rosa, apricotfarben…

„A rose is a rose is a rose“, diese immer wieder gern zitierte Aussage von Gertrude Stein kommt mir in den Sinn. Die Bedeutung ist wohl, dass etwas genau das ist, was es ist und nichts anderes.

Ist das so??

In meinem Garten gibt es eine Vielfalt von Rosen. Eine noch größere Vielfalt finde ich im Rosengarten des Stadtparks in Mainz. Und wer dann immer noch nicht genug hat, besucht die Rosentage in Eltville. Ganz bestimmt gibt es an vielen Orten und in vielen Gärten eine vielfältige Rosenpracht zu bewundern.

Ich jedoch gehe jetzt in meinen Garten und genieße…

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