Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Angespitzte Zucchini

#Werbung für ein gerne als langweilig angesehenes Gemüseund für Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht

UUPS! Jetzt ist es doch passiert!

Lange Zeit habe ich mich dagegen gewehrt, mir einen von den so in Mode gekommenen Spiralscheidern für Gemüse zuzulegen. Nachdem ich in den vergangenen Jahren zweimal umgezogen bin, kann ich mittlerweile vielen „ach so nützlichen“ Haushaltsgegenständen oder den gerade „sehr trendigen“ Dekorationsartikeln eigentlich ganz gut widerstehen.

Eigentlich…

Jetzt aber bin ich schwach geworden: Das sehr günstige Angebot eines bekannten Discounters war so verlockend und nun bin ich Besitzerin eines kleinen Gemüseschneidesets. Klein und platzsparend sind es einfach nur 3 Hütchen aus Plastik, die ähnlich wie ein Riesenspitzer zu nutzen sind.

Um zu erklären, warum es dazu kam, muss ich euch zunächst eine andere Geschichte erzählen.

Als Relikt einer Renovierungsmaßnahme stand in meinem Garten seit Jahren eine vernachlässigte Betonwanne herum. Rechteckig, grau, sperrig. Da ich aber in letzter Zeit überzeugende Beispiele der Kübelgärtnerei kennengelernt habe, reifte in mir der Entschluss, den grauen Kasten dafür zu nutzen.

Gedacht getan!

Im Mai, kurz nach den Eisheiligen erwarb ich ein vorgezogenes Zucchinipflänzchen und eins für süße, kleine Naschtomaten, die ich in den mit guter Erde gefüllten Kübel setzte, fleißig goss und mit guten Worten bedachte.

Dass die von mir gewählte Kombination nicht besonders glücklich ist, das ist eine Erkenntnis für die Zukunft. Dass sich die Zucchini im Kübel jedoch sehr wohl fühlt, das weiß ich jetzt auch. Im Moment ernte ich fast täglich einen stramm gewachsenen Zucchino und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen.

Das bedeutet aber auch, das Gemüse sollte zeitnah verwertet werden!

Nun schmeckt Zucchini so für sich genommen doch etwas fad. Also braucht es starke Begleiter, Käse, Zwiebeln, Knoblauch, Hackfleisch und, und, und…

Damit der Verzehr nicht zu schnell langweilig wird, tut Abwechslung not!

Und da kommt jetzt mein neu erworbener Gemüseschneider ins Spiel.

Warum nicht doch einmal Zucchininudeln machen?

Und siehe da, es geht ganz einfach. Das entsprechende Hütchen wählen, auf die Zucchini stecken und drehen. Ich probiere es erst einmal mit einem kleinen Stück. Es funktioniert wunderbar! So wunderbar, dass nach etwa 30 Sekunden Blut fließt!

Die kleinen Zacken, die das Gemüse in Streifen zerlegen, sind ganz schön scharf und ich werde wohl zukünftig Vorsicht walten lassen.

Aber nutzen werde ich das Ding ab und an, weil diese Nudeln aus Gemüse doch ganz lustig sind!!

Annabelle, oh, Annabelle!

#Werbung  für andauernden Blütenzauber und Licht in schattigen Ecken

Meine erste Hortensie habe ich als 8-jähriges Kind zu meiner Erstkommunion geschenkt bekommen.

Damals war ich ganz und gar nicht begeistert über dieses Präsent, ebenso wenig wie ich mich über das verschnörkelte, in meinen Augen schon damals sehr kitschige, versilberte Kaffeebesteck freuen konnte, das wohl die Grundlage für meine Aussteuer sein sollte.

Die Hortensie kümmerte eine Zeit lang auf meiner Fensterbank, verdurstete wohl und starb dann langsam ab.

Vielleicht ging es nicht nur mir so mit meiner ersten Begegnung mit Hydrangea, wie der botanische Name der Pflanze lautet. Hortensien galten viele Jahre als altmodisch und verschwanden, ähnlich wie Nelken, aus dem Blickfeld der Gartenliebhaber.

Vor einigen Jahren kam dann das große Hortensien- Revival!

Heute erfreut sich die Hortensie großer Beliebtheit und es gibt sie in unbeschreiblich vielen Züchtungen und einem großen Farbspektrum von vielen verschiedenen Rot- und Rosastönen, Blau  und Weiß.

Mein absoluter Liebling ist Annabelle!

Ich lernte diese Schneeballhortensie auf einer Reise an die holländische Küste kennen, mittlerweile ist sie auch in unserer Region häufig zu finden.

Meine Annabelle steht an einem halbschattigen, windgeschützten Standort und dort scheint sie sich ausgesprochen wohl zu fühlen. Das dankt sie mit einer überbordenden Blütenpracht, die lange andauert, ihre Farbe langsam von strahlendem Weiß in zart grünlich verändert, um dann im Winter in lichtem Braun den kahlen Garten zu dekorieren.

Sie lässt sich wunderbar zu Dekorationszwecken nutzen:

Ganze Blütenköpfe in einer Schale wirken eindrucksvoll, in kleine Ästchen geteilt kann man wunderhübsche Kränze winden oder die Lücken von Blumengestecken auffüllen.

Danke Annabelle!!

Hummelgetummel

#Werbung für insektenfreundliche Bepflanzung und für die Landjugend Rheinhessen-Pfalz

Eigentlich ist jetzt die Zeit für den Lavendelschnitt in meinem Garten gekommen. Auch in diesem Jahr kann ich wieder reichlich ernten, denn der Lavendel blühte wochenlang reich und üppig. Schließlich gehört er zu den Stauden, die mit der zunehmenden Trockenheit sehr gut zurechtkommen.

Herrlich war die blau-lilafarbene Blütenpracht anzusehen, besonders schön im Kontrast zu den rotblühenden Rosen!

Herrlich war auch zu beobachten, wie Schmetterlinge, Bienen und in den letzten Tagen besonders Hummeln ihren reich gedeckten Gabentisch umflatterten und umschwirrten. Hunderte von Insekten, auf der Suche nach Nektar und Pollen, sind hier fündig geworden.

Nun aber werden die Lavendelblüten langsam grau und ich werde sie schneiden, denn schließlich wartet eine Zukunft in Duftsäckchen und Lavendelkissen auf sie.

Und damit habe ich in diesem Jahr ein Problem.

Ich kann doch die Futterquelle der Insekten einfach so entfernen…

Also habe ich mich dazu entschlossen, die Lavendelvorräte zu teilen: Ich schneide alles nur seitlich und lasse jeweils in der Mitte einen Schopf stehen. Das sieht erst einmal merkwürdig aus. Aber, was soll’s?!  Auch Hummel und Co. sollen weiter ihre Freude daran haben.

Und nun erzähle ich euch noch von dem wundervollen Projekt Humelwellness, das die Landjugend Rheinhessen-Pfalz dieses Jahr im Juni ins Leben gerufen hat.

Unter dem Motto Wir bringen Mainz zum Blühen wurden 70 Kisten mit Kräutern und Blumen bepflanzt und in der Innenstadt verteilt aufgestellt, damit die Insekten auch hier ihre Nahrung finden.

http://www.lj-rheinhessenpfalz.de/landprojekt/hummelwellness/

 Eine tolle Idee!!

Versteckte Schätze

#Werbung für Entdeckungsreisen und der Region, Naturschutzgebiete und Erbsensuppe

Endlich wieder Radfahrwetter!

Ja, ich weiß, es gibt kein schlechtes Wetter…

Aber ich erlaube mir den Luxus und mache meine Fahrradgenussreisen nur bei angenehmen Witterungsverhältnissen. Die waren in den vergangenen Tagen endlich wieder gegeben. Also führte mich mein ortskundiger hessischer Begleiter einmal mehr in den nahe Rüsselsheim gelegenen Mönchwald.

Nun ist es schon wunderschön, einfach so geruhsam durch den Wald zu radeln. Es ist gleichzeitig Entspannungs- und Entdeckungsreise, denn es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Knorrige Bäume, verwunschene Lichtungen und ab und zu zeigt ein scheuer Waldbewohner durch sein Rascheln, dass auch er da ist.

Der Mönchwald, sowie die angrenzenden Wälder gehören zum Projekt Urwald von morgen. Ziel ist die Renaturierung der ehemaligen Wirtschaftswälder. Man greift nur noch sehr begrenzt in die natürlichen Abläufe ein, um ein ökologisches Gleichgewicht wieder herzustellen.

http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_nsg.htm

So vor sich hin zu radeln ist natürlich schön.

Noch schöner für mich ist es, ein Ziel zu haben. Hier habe ich zwei tolle Empfehlungen:

Der Lindensee

https://www.ich-geh-wandern.de/rundtour-vom-jagdschloss-m%C3%B6nchbruch-zum-lindensee

Eine kleiner, wunderhübscher Waldsee, der zur kleinen Rast einlädt. Hier kann man am Ufer sitzen, die Gedanken laufen lassen, die Seele baumeln lassen, einfach so vor sich hin träumen…

Die Odenwaldhütte

https://www.odenwaldklub-ruesselsheim.de/index%20-%205.htm

Eine idyllisch gelegene Waldhütte, die mittwochs und sonn- und feiertags von ehrenamtlich tätigen guten Geistern bewirtschaftet wird. Hier kann man sich erfrischen, stärken und einfach so sitzen, die Seele baumeln lassen…

Sehr zu empfehlen!!

Was wollen wir essen?

#Werbung für schnellen Sommergenuss, einfach zuzubereiten und transportfähig

Es gibt Menschen, die sagen, dass sie bei Hitze keinen Hunger haben.

Das kann ich von mir nicht sagen. Auch wenn es warm ist, habe ich Appetit. Ich esse allerdings anders: Quark oder Joghurt mit Erdbeeren, Himbeeren oder Kirschen, Melone mit oder ohne Schinken,  als Getränk dazu gibt es dazu Buttermilch oder Ayran. Und manchmal darf es auch ein schönes, kühles Eis sein, vielleicht sogar mit Sahne.

Was ich im Sommer tatsächlich sehr liebe, sind nette gesellige Runden, Menschen, die am Abend, wenn die Hitze langsam weicht, bei einem Spontanbuffet zusammen sitzen, den Tag ausklingen lassen und sich vom Leben und den jeweiligen Sommerplänen erzählen.

Das kann der Saisonabschlussabend des Chores sein, Grillabende bei Freunden, ein kleiner zwangloser Frauenabend oder ein gemütliches Terrassenessen mit dem Partner.

Für all diese Gelegenheiten habe ich mein ultimatives Sommergenussrezept. Gut vorzubereiten, ganz leicht von A nach B zu transportieren, wandlungsfähig und immer lecker:

Meine Sommerquiche

Diese mache ich in der Regel mit einer Menge in größere Ringe geschnittenen und kurz blanchierten Lauchzwiebeln und halbierten Cocktailtomaten.

Ich lege eine Tarteform mit frischem, selbst gekauften, Blätterteig aus.

Dann gebe ich die abgekühlten Lauchzwiebeln darauf und dekoriere das Ganze mit den leuchtend roten Tomatenhälften.

4 Eier und Sahne und/oder Milch werden verquirlt und mit Salz, Gemüsebrühe, Pfeffer und etwas Cayennepfeffer gewürzt und über das Gemüse gegossen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft backen, bis die Tarte eine goldbraune Färbung annimmt.

Fertig!

Die Tarte schmeckt warm und abgekühlt, kann wunderbar variiert werden und ist auch wunderbar mit Spargel, Spinat, Mangold, Brokkoli… Mit Räucherlachs oder Schinken… Mit einem Gläschen Wein…

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! (-:

Es ist viel zu heiß!

#Werbung für Liegestühle, schattige Plätze und erfrischende Getränke

Ist euch auch so warm?

In der dieser Woche wurde der 70 Jahre alte Hitze-Rekord für den Juni gebrochen. Ulla hat uns Temperaturen beschert, die bereits nahe der 40Grad-Marke lagen.

Das ist mir viel zu heiß!

Aber ich bin ein Glückskind, ich kann mein Leben danach ausrichten. Ich lasse alles noch ein paar Takte langsamer angehen, kleide mich luftig und leger und mein Tagesablauf wird den Temperaturen angepasst. Der Liegestuhl im Schatten und der unermüdlich vor sich hin surrende Ventilator sind meine besten Freunde.

Wie sehr bedauere ich Alle, die in überhitzten Räumen konzentriert arbeiten müssen. Oder aber in auf Kühlschranktemperatur heruntergekühlten Büros dem ständigen Luftzug der Klimaanlagen ausgesetzt sind.  Bis sie sich nach Feierabend  dem großen Schock der Begegnung mit der tropischen Heißluft draußen stellen müssen.

Das kann nicht gesund sein!

Und was trägt dazu bei, in dieser schweißtreibenden Periode halbwegs gesund zu bleiben?

Trinken – trinken – trinken!

Das sind meine diesjährigen Favoriten:

Aromawasser,

heute gerne  auch  Infused Water genannt.

Das geht ganz fix –

Raus in den Garten, einige Stängel Minze und Zitronenmelisse schneiden, waschen und leicht zerdrücken, damit die ätherischen Öle sich besser lösen, und ab damit in die Karaffe.

Eine Zitrone schälen, in Stücke schneiden und ab damit in die Karaffe.

Mit Leitungswasser auffüllen und im Kühlschrank ziehen lassen.

Mit einem Zweig Rosmarin wird das Wasser etwas herber, mit einigen Spritzern Agavendicksaft ein wenig süßer.

Das ist Nummer 2!

Nein, es ist keine Sangria. Es ist mein Roter Sommertee, für den ich morgens Waldbeeren- oder Früchtetee koche und abkühlen lasse. Dazu gebe ich noch einige Spritzer Zitrone, manchmal auch ein paar frische Früchte (z.B. Himbeeren) oder Scheiben von unbehandelten Zitronen oder Orangen.

Beide Getränke schmecken herrlich erfrischend!

Und was ich sonst noch tue:

Hoffen und beten, dass dieses Wetter nicht wochen- oder gar monatelang anhält…

Das Paradies liegt in Rheinhessen

#Werbung für eine vielfältige Landschaft, einen malerischen Ort und ein paradiesisches Gartencafé

Als ich vor vielen Jahren in die Region gezogen bin, war ich enttäuscht!

Rheinhessen war mir zu eintönig. Wo man hinschaute, sah man Reben, Reben, Reben und sonst nicht viel. Die Orte nahm ich wegen ihrer großen, meist verschlossenen Hoftore, als abweisend und verschlossen wahr.

Mir fehlten die mit ihren Steillagen eindrucksvollen Weinberge der Mosel und das doch ausgeprägtere Auf und Ab der Mittelgebirgslandschaft Eifel.

Doch wie hat sich das geändert!

Ich habe den Rheinhessenwein lieben gelernt und wunderschöne Höfe entdeckt, die liebevoll gestaltet sind und als Strausswirtschaften zum Verweilen einladen. In den sanften Hügeln der Weinberge kann man toll mit den Rad (Danke E-Bike!) und zu Fuß unterwegs sein und viele Orte sind umsichtig und ansprechend neu gestaltet worden. Und nicht zuletzt die Menschen! Sie sind, ähnlich wie in meiner Kindheitswelt, außen oftmals etwas knorzig und innen ehrlich und herzlich!

Kurz gesagt: Rheinhessen ist für mich mittlerweile zu einer Wohlfühlregion geworden.

Das hat mir vor einigen Tagen ein Ausflug nach Flörsheim-Dalsheim wieder deutlich gemacht.

Flörsheim-Dalsheim ist bekannt wegen seiner Fleckenmauer.

So nennt sich die einzigartige mittelalterliche Ortsbefestigung die den alten Ortskern des Fleckens Dalsheim umgibt. Die Fleckenmauer wurde aus unbehauenen Kalksteinen zwischen 1470 und 1490 errichtet und ist etwa 1100 m lang. An ihrer höchsten  Stelle ist sie 10 m hoch und sie kann noch heute alle ihre sieben Türme vorweisen.

https://www.rheinhessen.de/sehenswuerdigkeiten-rheinhessen/a-fleckenmauer

Und dann haben wir bei unserem Besuch in Flörsheim-Dalsheim auch noch das Paradies gefunden!

Es nennt sich Augenwaide und  liegt in der Alzeyer Straße, verborgen hinter einem großen –offenen!-  Hoftor und lädt ein zu einem Aufenthalt wie in einer anderen Welt.

Geschmackvolle, in Farbgruppen zusammengestellte Pflanzenarrangements in großer Vielfalt lassen mir vor Freude das Herz aufgehen. Eine große Auswahl an Rosen, Hortensien, Rittersporn und unzählig viele weitere Sommerblüher schmücken den Hof, während in den ehemaligen Gewölbekellern schöne Dinge präsentiert werden, von denen man bis dato noch gar nicht wusste, dass man sie braucht.

Und dann kommt man in den Garten! Unbeschreiblich schön zeigt er sich in seiner ganzen Juni-Sommerpracht.

https://www.augenwaide-floersheim-dalsheim.de/

Und ein ganz besonderes Highlight: Auf der Terrasse des Café Augenwaide kann man direkt am Teich Platz nehmen und entspannen, genießen, Ideen sammeln, die Seele baumeln lassen…

So muss es im Paradies sein!!

Sammellust und Blütenzauber

#Werbung für Glassammelsurium und das, was man daraus machen kann

MINIMALISMUS heißt der neue Trend! Es gibt unzählig viele Bücher, Blogs und Artikel über das wohltuende Aufräumen. Natürlich ist es wichtig, unnötigen Ballast abzuwerfen. Auch ich möchte nicht in einer völlig zugestellten Umgebung leben, sondern bin auch in geschlossenen Räumen für Licht, Luft und Klarheit.

Es gibt Menschen, deren Ziel ist es mit nur 100 Dingen zurecht zu kommen. Und die Kernaussage einer angesagten Aufräummethode lautet: Trenne dich von dem, was dich nicht glücklich macht und erfüllt.

Nur –

mich machen mehr als 100 oder 333 Dinge glücklich!

So liebe ich zum Beispiel Glassachen. Flaschen und Fläschchen, leere Marmeladengläser in hübscher Form und diese süßen, kleinen Minigläschen.

Nicht alles landet in meinen Glasvorräten, nur das, was ich für formschön erachte und die Deckel dürfen nicht mit einem dauerhaft angebrachten Firmenlogo versehen sein. Aber ich kann euch versichern, auch so kommt im Laufe der Zeit einiges zusammen…

Vielleicht koche ich ja bald mal wieder Marmelade oder ich mache Saft und tatsächlich stelle ich gerne Chutneys her. Dann möchte ich meine Behältnisse entsprechend wählen und individuell gestalten können.

Jetzt allerdings müssen einige meiner Schätze für die aktuelle sommerliche Tischdeko herhalten.

Dazu brauche ich:

1kleines Tablett,

Gläschen und Fläschchen unterschiedlicher Größen,

und das Ergebnis eines Gartenrundgangs.

Und wenn dann nach ein paar Tagen die ersten Blüten verwelkt sind? Macht nix, einfach nach und nach durch frisches Wasser und neue Blüten ersetzen!

Sieht das nicht wunderschön aus??

Das Glück eines Regentags

#Werbung für Schlechtwetterzeiten, in dem Bewusstsein, dass bald die Sonne wieder scheint

Ich gebe es zu:

Für dieses Regenwetter heute bin ich verantwortlich!

Wenn ihr euch fragt warum? Es ist ganz einfach:

Ein paar Tage Auszeit und damit verbundenes Fernbleiben im Juni, mit wechselhaftem Wetter, das bedeutet gute Wachstumsbedingungen für Pflanzen. Ja, auch für Wildpflanzen und –kräuter, von mir heute wieder einfach Unkraut genannt!

Also auch für eins meiner „Lieblingsunkräuter“, die gemeine – und ich meine tatsächlich gemein – Ackerwinde. Diese hat in der kurzen Zeit meiner Abwesenheit die Rosen umwickelt, den Lavendel erobert und droht viele andere Pflanzen und Gewächse so zu umwickeln, dass ihnen vielleicht nicht der Erstickungstod droht, auf jeden Fall aber ein gesundes Wachstum bremst wird.

Tja, alles hat seinen Preis!

Also war ich gestern Stunden um Stunden im Garten.

Nun hatte ich mir mal vorgenommen, diese Tätigkeit nur noch wohldosiert auszuführen. Nach Möglichkeit nicht mehr als 2 bis 3 Arbeitsstunden pro Garteneinsatz, damit der Verdruss nicht übermächtig wird, mein Körper nicht rebelliert und die Säcke für den Wertstoffhof nicht zu schwer werden.

So weit – so vernünftig!

Gestern aber war dieser gute Vorsatz wieder einmal vergessen. Wo und wann soll man auch aufhören? Wenn ich doch in der feuchten Erde so gut nach Wurzeln buddeln kann… Und das Wetter gerade perfekt für eine solche Arbeit ist… Und ich immer, wenn ich aufhören sollte, gerade eine Ecke erblicke, um die ich mich dringend auch noch kümmern muss…

So kam es wie es kommen musste. Als ich nach vollendetem Tagwerk, dornenkratzerverziert und mückenstichpustelgeschmückt in den Abendruhemodus überging, wusste ich:

Nächstes Mal höchstens 2 Stunden! Oder 3! Alles tat mir weh!

Und deshalb regnet es heute.

Damit ich nicht in Versuchung gerate und brav bin und von drinnen ins satte, regennasse Grün schaue.

Und ich genieße es!

Endlich Zeit für dies und das. Unterlagen sortieren, Kleiderschrank aufräumen, Schubladen auswischen. Vielleicht für die längst fällige Steuererklärung?

Ach was! Bei Regenwetter sind auch die Freundinnen zuhause.

Dann hole ich mir mal das Telefon!!

Von Sorge, Elend und einem Kulturerbe

#Werbung für den Erhalt von Kulturdenkmälern und Fachwerkskunst

Wernigerode im Harz war unser Ziel. Um dem Autobahneinerlei und den Baustellen zu entkommen, sind wir die letzten Kilometer auf der B 242 durch den Harz gefahren.

Und mittendrin im grünen Mittelgebirge kam plötzlich der Hinweis auf „Sorge“* und „Elend“**.

Mit Sicherheit sorgen diese Namen nicht nur bei uns erst einmal für Heiterkeit! Allerdings liegen in diesem Fall Sorge und Elend in idyllischer Umgebung, fern von Lärm und Großstadtrummel. Das kann nicht wirklich übel sein…

Wir sind in den Harz gefahren, weil wir durch Erzählungen im Bekanntenkreis und durch Zeitungsartikel auf die bunte Stadt am Harz Wernigerode und die UN-Kulturerbestadt Quedlinburg neugierig geworden sind.

Und wir wurden nicht enttäuscht!

Wernigerode mit seinem historischen Stadtkern, mit dem wunderschönen Rathaus, dem kleinsten Haus und dem schiefen Haus inmitten all der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser war ein Erlebnis. Und hoch über allem thronte das Schloss, ein malerischer Anblick!

Der Marktplatz mit Brunnen und Rathaus
Das kleinste Haus
Das schiefe Haus
Schloss Wernigerode

Auch wenn wir zunächst dachten, all diese Fachwerkkunst sei nicht zu toppen, wurden wir eines Besseren belehrt.

Quedlinburg ist zu Recht seit 1994 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen worden. In dem mehr als 1000 Jahre alten Städtchen erzählen 2069 Fachwerkhäuser, Villen der Gründerzeit und des Jugendstils und Gebäude aus der Romantik von der Geschichte und der Kultur vergangener Zeiten.

Wunderschöne  Bilder und Impressionen habe ich mit nach Hause genommen. Und wieder einmal die Gewissheit, dass man bei einem ersten Besuch nur einen kleinen Gesamteindruck bekommen kann. Nächstes Mal nehme ich mir viel mehr Zeit mit ins Gepäck!!

*Sorge bedeutet ursprünglich Ort im Grenzgebiet (Zarge) und ist ein kleines Dorf mit etwa 100 Einwohnern im Oberharz.

**Elend ist ein etwa 400 Einwohner großes Harzdörfchen in der Nähe des Brockens, mit 1141m die höchste Erhebung in der Region.

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