Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Die besten Jahre

#Werbung für ein langes glückliches Leben und für Gelassenheit im Umgang mit unerfreulichen Nebenerscheinungen

Es gibt sie immer wieder, Situationen oder Bemerkungen, die mir lange zu denken geben.

„Alt zu sein ist Scheiße!“, sagte neulich eine Frau, schätzungsweise Mitte sechzig, voller Inbrunst und mit verbitterter Miene.

Uiii!  Was muss ihr widerfahren sein, dass sie das soo sagt?

Natürlich ist das Leben kein Honigschlecken und das ist nun in jedem Alter so. Und es ist klar, dass es mit den Jahren immer mehr körperliche Gebrechen oder sogar schlimme Krankheiten gibt. Man hat vielleicht mehrere schmerzhafte Verluste erfahren, die Endlichkeit der eigenen Zeit wird einem immer wieder bewusst…

Es gibt aber auch andere Sichtweisen und Blickrichtungen.

Wer kennt nicht lustig aufgemachte Filme wie Das Beste kommt zum Schluss, Wir sind die Neuen, Was das Herz begehrt, in denen auf humorvolle Weise gezeigt werden soll, dass das Leben in späteren Jahren zwar besondere Herausforderungen mit sich bringt, dass es aber, mitunter unkonventionelle, Möglichkeiten gibt, mit diesen Herausforderungen umzugehen.

In den Bestsellerlisten tummeln sich Bücher, die die positiven Seiten des Älterwerdens aufzeigen, die Lesungen dazu sind gut besucht.

Beispiele hierzu sind:

Eckart von Hirschhausen/Tobias Esch: Die bessere Hälfte

Margot Käßmann: Schöne Aussichten auf die besten Jahre

Aber ist das so? Kommen in der zweiten Lebenshälfte die besten Jahre??

Hier kommt, ganz exklusiv und nur für euch, meine ganz persönliche Meinung:

Ich weiß gar nicht, ob meine schönsten Jahre schon vergangen sind oder erst kommen. In jeder Lebensphase hatte ich Sorgen, Nöte, dunkle Gedanken, aber immer viel mehr Spaß, Freude, Genugtuung, Heiterkeit…

Und daran hat sich nichts geändert. Deshalb freue ich mich auf Jahre, die hoffentlich immer wieder wundervolle, erfüllte Tage und Stunden bringen, die vielleicht zu den Besten meines Lebens  gehören werden.

Die vergangene Pracht von Erika

#Werbung für Verblühtes und Vergangenes in malerischer Umgebung

Es soll Menschen geben, die sagen, in die Lüneburger Heide würden sie erst fahren, wenn sie achtzig Jahre alt sind.

Schade!

Sie verpassen tatsächlich eine traumhaft schöne Landschaft und ein einmaliges Naturerlebnis.

Natürlich wäre eine Reise in der Hauptblühzeit der „gemeinen Besenheide“, auch Erika oder Culluna Vulgaris genannt, imposanter gewesen. In diesem Jahr soll die Blüte noch üppiger als sonst ausgefallen sein, das muss ein wahres Farbspektakel gewesen sein!

Aber die Lüneburger Heide hat auch neben der Hauptsaison viel zu bieten. Es ist ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber. Und für Menschen, die sich nicht ganz so gut auf eigenen Füßen oder auf  dem Fahrradsattel fortbewegen können, werden nostalgische Kutschfahrten angeboten.

Der Vorteil an einem Besuch in der Nebensaison liegt eindeutig darin, dass die Region in dieser Zeit nicht mehr so sehr von Touristenströmen überflutet ist. Man kann stundenlang durch die Heidelandschaft wandern oder radeln und begegnet nur ab und an weiteren Naturliebhabern, die hier unterwegs sind.

Einen Eindruck von der Blühfreude des Heidekrauts haben wir auch jetzt noch im Heidegarten im Höpen von Schneverdingen gewinnen können.

Mehr als 100 000 Pflanzen und 130 verschiedene Heidesorten kann man hier bestaunen und bei der Gestaltung wird Wert darauf gelegt, dass es zu jeder Jahreszeit blühende Bereiche gibt.

Und wem nach all der Ruhe und Beschaulichkeit nach ein bisschen urbanem Leben ist, dem empfiehlt sich ein Besuch in Lüneburg. Das Städtchen ist zwar mittlerweile 1050 Jahre alt, hat sich aber zu einer jungen, quirligen Studentenstadt mit der angeblich zweithöchsten Kneipendichte in Europa entwickelt.

Die Hansestadt Lüneburg ist einst vor allem durch den Handel mit Salz, dem weißen Gold, zu Reichtum und Ansehen gelangt und zeigte dies mit prachtvollen Bauten im Stil der Backsteingotik. Da die Stadt im zweiten Weltkrieg verschont geblieben ist, können noch sehr viele davon bewundert werden.

Dann aber wieder ab in die Ruhe der Heide!!

Kleine Emporkömmlinge

#Werbung für orangefarbene Kugeln  und gelbe Riesen und bunte Turbane

Allüberall sind sie jetzt wieder zu sehen: Kürbisse

Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Farben und Formen. Sie heißen Muskatkürbis, Butternut, Gelber Zentner Turbankürbis und das sind nur einige der bekannteren Sorten.

Der Liebling unter den Kürbissen ist seit geraumer Zeit allerdings der Hokkaido und das ist ganz einfach erklärbar. Als einer der wenigen Kürbisse muss er nicht geschält werden und kann schnell und einfach verwertet werden.

In diesem Jahr wollte ich mir in meinem Garten eigene Hokkaidokürbisse ziehen.

Um es einfach angehen zu lassen, habe ich mir zwei vorgezogene Pflänzchen gekauft und diese nach den Eisheiligen eingepflanzt. Und dann passierte erst einmal nicht viel.

Wie wir alle wissen, war auch dieser Sommer viel zu trocken. Also habe ich gewässert, gegossen, gewässert und gegossen. Lange Ranken wuchsen, ab und an blühte es wunderschön leuchtend gelb, viele grüne Blätter wanderten durch das Bett. Aber sonst passierte nichts, nicht der kleinste Fruchtabsatz war zu erkennen.

Irgendwann passierte es dann, die Ranken wanderten in die Höhe. Nummer 1 erklomm den Zierapfelbaum, Nummer 2 begab sich in eine zur Verfügung stehende Eibe. Nun ja!

Doch plötzlich konnte ich es sehen – 2 kleine Kürbisbabys waren entstanden. Klein und grün zuerst, dann aber nach und nach färbten sie sich zu einem wunderschön leuchtenden Orange. Es sind tatsächlich Hokkaidokürbisse, wenn auch leider trotz aller Wassergaben im Wachstum zurück geblieben.

Schade!

In den Supermärkten und auf dem Wochenmarkt gibt es für 2,99 Euro schöne runde annehmbar große Kürbisse. Vielleicht werde ich mir demnächst mal einen kaufen.

Meine beiden Kürbisse dürfen noch ein bisschen in ihren luftigen Höhen verbleiben. Vielleicht legen sie doch noch etwas zu…

Und was dann mit ihnen geschieht, davon erzähle ich euch ein anderes Mal!!

Sehr zum Wohle!

#Werbung für ein alkoholisches Getränk, das aus Traubensaft hergestellt wird und für deren Erzeuger

Ich trinke gerne mal ein Glas Wein.

Manchmal auch zwei oder sogar mal …

Das kann einen nicht wirklich verwundern, denn ein Teil meiner Wurzeln liegt  in der Moselregion, die weltweit durch hervorragende Steillagengewächse bekannt ist.

Seit vielen Jahren lebe ich nun in einer weiteren, ebenfalls weltweit bekannten Weinregion, Rheinhessen genannt.

Wein ist eins meiner liebsten Genussmittel, ist sein Verzehr doch oft verbunden mit leckeren Speisen, Geselligkeit und fröhlichen Gesprächsrunden oder aber mit intensivem Gedankenaustausch.

In letzter Zeit jedoch wundere ich mich immer häufiger über die Preise, die mittlerweile für ein Glas Wein gezahlt werden soll. Da ist doch eine recht deutliche Preissteigerung zu verzeichnen! Wenn ich das in D-Mark umrechne! Das kann doch nicht sein!

STOPP!!

Nur mal einen Moment inne halten. Und dann überlegen, wie und unter welchen Bedingungen dieses edle Getränk in mein Glas kommt.

Fast ein ganzes Jahr lang hat der Winzer im Weinberg zu tun, bis endlich die Trauben gelesen werden und der eigentliche Ausbau zum trinkfertigen Wein beginnt.

Meist schon im Januar werden die Reben geschnitten, im Frühjahr wird gebogen und gebunden, der Boden muss regelmäßig bearbeitet werden, die Pflanzen müssen während der Wachstumsperiode geschützt und gepflegt, gedüngt und manchmal auch gespritzt werden. Bis zur Lese im September muss sich gekümmert werden und es sind unzählige Handgriffe erforderlich. Und was ist mit der Witterung? Gibt es genügend Regen oder Sonne? Was passiert, wenn es stürmt und hagelt?

Ihr merkt es auch: Wein ist ein absolut wertvolles und kostbares Getränk!

Und ein guter Wein ist tatsächlich auch seinen Preis wert, nicht allerdings jeden…

Und wie erkenne ich einen für mich guten Wein??

Er muss mir ganz einfach richtig gut schmecken!!

Im Kleinen beginnen

#Werbung für die inneren Werte und kleine Alltagsphilosophien

Wertstoffhof heißt der Platz, zu dem die Menschen ihre Abfälle und kaputt gegangene Dinge bringen können, damit so viel wie möglich recycelt werden kann.

Diese Höfe haben sogenannte Paten. Das sind Männer, die während der Öffnungszeiten für Ordnung und Sauberkeit sorgen.

Schon seit einer ganzen Weile bringe ich in regelmäßigen Abständen meine Gartenabfälle hin. So habe ich schon mehrere dieser Paten erlebt. Ehrlich gesagt kann ich mich kaum an eins der Gesichter erinnern.

Bisher…

In diesem Jahr ist das anders.

Der Herr, der jetzt dort für Recht und Ordnung sorgt, ist mir durch seine Freundlichkeit und Offenheit gleich aufgefallen.

Meine Grüße werden freundlich erwidert, es werden Scherzchen gemacht, über schlechtes Wetter wird  geschimpft, gutes natürlich gelobt…

Und obwohl er offensichtlich selbst leicht gehbeeinträchtigt ist, bietet er mir regelmäßig seine Hilfe bei der mühsamen Schlepperei an.

Darauf habe ich ihn bei meinem letzten Besuch angesprochen, mich herzlich bedankt und ihm gesagt, wie wohltuend ich seine Freundlichkeit empfinde.

Seine Antwort:

„Wissen Sie, im Leben gibt es so viel Durcheinander und Unfrieden. Das ist doch nicht gut! Es ist viel schöner, wenn man für seine Mitmenschen ein nettes Wort hat. Und wenn das schon die Großen nicht hinkriegen, dann müssen wir im Kleinen anfangen!“

Recht hat er, mein Alltagsphilosoph!!

Bundkarotten – vielfachbunt!

#Werbung für saisonale und regionale Gaumenfreuden

Sie heißen Möhren, Karotten, gelbe Rüben, Rübli oder gar Wurzel, das ist von Region zu Region unterschiedlich und das war mir bekannt.

In diesem Jahr ist mir aber zum ersten Mal die Farbenvielfalt der Möhre aufgefallen.

Ungeschält weckten sie zwar mein Interesse, von ihrer Schale befreit, erstrahlten sie dann neben dem wohlbekannten orange, in einem wunderschönen, dunklen Lila und in Gelb und es gab sie sogar lila-orange oder gelb-grün gestreift.

Daraus entstanden ist eine

Bunte Tarte von Möhren

Die Möhren habe ich geschält, in Scheibchen geschnitten und in einer Pfanne zusammen mit Ringen einer roten Zwiebel, etwas Knoblauch und Thymian  in Öl angedünstet und abkühlen lassen.

Währenddessen wurde der (von guten Geistern vorbereitete und selbst gekaufte) Blätterteig auf einem Blech entrollt, an den Rändern leicht aufgerollt und im  200 Grad heißen Backofen etwa 10 Minuten vorgebacken.

Aus 250 Gramm Ricotta und 100g Schmand habe ich eine Creme gerührt und mit Salz, Kräutersalz, Pfeffer und Cayennepfeffer gewürzt.

Diese Creme wurde auf den vorgebackenen Blätterteig gestrichen, darauf das gedünstete Gemüse verteilt und ab damit – 15 Minuten in den Ofen.

Mit frischen Kräutern bestreut und etwas Olivenöl beträufelt wurde daraus ein köstliches, leicht herbstlich angehauchtes Wochenendstartgericht!!

Selig in Seligenstadt

#Werbung für nette kleine Städte und süße Verführungen

Das Städtchen Seligenstadt ist unweit von Offenbach am Main gelegen.

Es gibt viele Gründe, einen Ausflug nach Seligenstadt zu machen:

Man kann hier einen Urlaubstag in nicht allzu weiter Entfernung verbringen.

Man kann sich an den schmucken Fachwerkhäusern erfreuen und durch die gemütlichen Gassen schlendern.

Der Besichtigung der berühmten Einhard-Basilika ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Und falls man, so wie wir, die Räder dabei hat, kann man auf gut ausgebauten Radwegen am Main entlang fahren, wenn man möchte, bis nach Aschaffenburg, und somit schon dem benachbarten Bayern einen Besuch abstatten.

Der allerallerwichtigste Grund, weshalb ich mit Sicherheit wieder nach Seligenstadt fahre, ist aber ein ganz anderer.

Hier habe ich die pure Versuchung erlebt  –  und bin ihr erlegen…

Der süße Löwer heißt das nette kleine Café in der Mainstraße, in das mich mein hessischer Begleiter führte.

https://der-suesse-loewer.de/

Und ich kann euch nur sagen, es war ein Traum! Beim Gedanken an all die süßen Leckereien in der Auslage läuft  mir auch jetzt das Wasser im Munde zusammen. Die Vielfalt von Törtchen, jedes ein kleines Kunstwerk, und die ansprechenden, appetitanregenden Torten machten die Wahl zur Qual.

Und dann erst das Geschmackserlebnis! 

Ein bekannter Fernsehkoch hat einmal den Begriff „Gaumensex“ geprägt. Hier durfte ich ihn erleben!!

Eine Seefahrt, die ist lustig…

#Werbung für eindrucksvolle Naturerlebnisse und die klassische Postschifffahrtsreise

Die angeblich „schönste Seereise der Welt“ sollte es sein, die traditionelle Postschiffsroute, die seit 1893 täglich entlang der norwegischen Küste Dienst tut und zu 34 Häfen Post, Fracht und Menschen bringt.

Für 12 Tage war eine kleine, aber funktionell ausgestattete Kabine auf der MS Trollfjord mein Zuhause.

Es gibt mittlerweile durchaus kostengünstigere Angebote großer Kreuzfahrtreedereien, mit denen man die imposante Natur an der norwegischen Küste erleben kann. Mein Anliegen war es jedoch, mit einem Schiff zu fahren, das nach wie vor regulären Liniendienst tut, auch wenn tatsächlich keine Post, wohl aber immer noch Fracht zu den schwer erreichbaren Küstenorten transportiert wird.

Allerdings steht heute auch bei den Hurtigruten  das Natur- und Schifffahrtserlebnis für die Passagiere  im Vordergrund. Und doch gibt es klare Unterschiede: Die Anzahl der mitfahrenden Gäste ist weitaus kleiner, auch die Schiffe sind nicht überdimensioniert und können deshalb durch Engstellen in malerischem Umfeld und in kleine und enge Fjorde einfahren. Das ganz besonders schöne Erlebnis im Trollfjord wäre mir mit einem Kreuzfahrtschiff nicht gegönnt gewesen.

Der Schwerpunkt bei den Hurtigruten liegt eindeutig auf dem Erleben und Erfahren der Natur und der regionalen Besonderheiten. Animation, Entertainment und Shows finden sich hier nicht und das ist richtig gut so!

Es gibt tägliche Informationen über Land und Leute und viele (leider auch teure)  Ausflüge mit guten Hintergrundberichten durch lokale Guides in die direkte Umgebung. Ganz besonders hervorzuheben ist auch das hervorragende Essen. „Costal Kitchen“ ist die Philosophie, die dahinter steckt. Das Essen ist immer ganz frisch und kommt gleich aus der Region, in der die Häfen liegen, in denen das Schiff Halt macht.

Zitat: „Der Fisch, der jetzt auf Ihrem Teller liegt, hat heute Nacht noch gezappelt.“

So wird die Reise zum Genuss und zu einem Fest für alle Sinne!

Mein persönliches Fazit:

Ich konnte mich voll und ganz auf das hier und jetzt und die wundervolle Umgebung einlassen und siehe da: Nach 3 Tagen fühlte ich mich „wie aus der Welt gefallen“ und nach 12 Tagen kehrte ich voll mit wunderschönen Erlebnissen und  absolut tiefenentspannt  in meinen „Heimathafen“ zurück!!

Her mit den süßen Früchtchen!

#Werbung für ungehemmten Naschgenuss und heimische Erzeugnisse

Auch heute kommt wieder ein kulinarisches Sommerhighlight aus heimischen Gefilden.

Ich hatte einen wahren Einkaufsrausch, als ich neulich unseren wunderbaren Wochenmarkt aufsuchte.

Dieses Mal waren Beeren das Objekt meiner Begierde!

Und ich wurde fündig: Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren fanden den Weg in meinen Einkaufskorb.

Ein paare späte Kirschen mussten dann auch noch sein…

Und den Aprikosen konnte ich nicht widerstehen.

Mit schwerer Fracht zuhause angekommen,  kamen dann doch ein paar Fragen auf:

Wie soll ich das alles aufessen, bevor es verdirbt? Was verarbeite ich zuerst, was kann ich ein paar Tage lagern?  Warum eigentlich musste ich so viel auf einmal einkaufen??

Ich habe dann einfach mal mit einem Aprikosen-Clafoutis begonnen.

Das ging ruck-zuck und war mit einer Kugel Vanilleeis und etwas Schlagsahne ein himmlisch leckeres Dessert!!

Nicht nur ein Schönheitswettbewerb

#Werbung für unscheinbare Schönheit und ein Supergeschmackserlebnis

Es gab einmal eine Zeit, da aß man im Sommer Tomaten. Wenn man in der glücklichen Situation war, einen Garten sein Eigen zu nennen, waren sie aromatisch und wohlschmeckend. Wenn nicht, dann musste man mit eher geschmacksneutralen Gewächshaustomaten aus dem Supermarkt vorlieb nehmen.

Wie dem auch sei: Ich kannte Tomaten, einfach nur Tomaten.

Heute gibt es Kirschtomaten, Roma-, Paprika- und Cherrytomaten, die goldene Königin, die Tigerella, im Moment ganz hipp, das Ochsenherz und noch viele mehr.

Sie leuchten in den unterschiedlichsten Farben: Gelb, orange, grün oder violett und natürlich rot. Es gibt sie gerippt und glatt, riesig und klein, rund und länglich. Und alle sind wunderschön anzuschauen!

Auf dem Wochenmarkt habe ich mich eingedeckt und einen ganz persönlichen Wettbewerb veranstaltet.

Schön waren alle, manch aufgeschnitte Frucht wirklich kunstvoll gemasert.

Aber der Geschmack, der konnte mich nicht immer überzeugen. Manch exotisch aussehendes Früchtchen schmeckte nach – nichts! Vielleicht kamen diese dann doch einfach wieder nur aus dem Gewächshaus.

Ich hatte allerdings auch eine eindeutige Gewinnerin:

Meine kleine, unscheinbar wirkende, aber selbst gezogene Echt-Bio-Naschtomate aus dem Kübel war die Siegerin!

Noch sonnenwarm in den Mund gesteckt, mit dem Zähnen zart geöffnet, am Gaumen leicht zerdrückt, behutsam zerkaut und dann genussvoll geschluckt:

Es war eine Geschmacksexplosion!!

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