Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Hmm! Schokotarte!!

Eigentlich war es einmal ein Plätzchenrezept meiner Mutter, Superköchin und erfindungsreiche Bäckerin mit viel Herz und Liebe für gutes Essen. Und genauso wie meine Mama, nehme ich fast immer Rezepte als Grundlage für eigene Interpretationen. Daher wurde irgendwann aus dem „Schokobrot“ einfach eine „Schokotarte“. Diese nehme ich gerne mit, wenn bei Einladungen ein kulinarischer Beitrag erwünscht ist, vorwiegend natürlich in der kühleren Jahreszeit, da tut Schokoladiges einfach nur gut.

Die Zutaten:

250g Margarine oder Butter (Da ich mich nicht entscheiden kann, nehme ich immer halb-halb.)

250g Zucker

6 Eier

150g gemahlene Haselnüsse

100g gemahlene  Mandeln

200g Nougat

50g dunkle Schokolade

100g gesiebtes Mehl

Vorbereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen, eine hohe Obstkuchenform mit glattem Rand mit Backpapier auslegen, Zutaten bereit stellen, Eier in Eigelb und Eiweiß trennen

So wird’s gemacht:

-Schokolade und Nougat im Wasserbad schmelzen lassen, nicht zu heiß werden lassen

-Margarine und Butter schaumig rühren, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen

-6 Eigelb nach und nach dazu, das Eiweiß zu Schnee schlagen

-geschmolzene Schokoladenmasse dazu geben

-dann Haselnüsse und Mandeln unterrühren

-jetzt das Mehl drüber sieben und vermischen

-am Schluss das Eiweiß vorsichtig unterheben

Die Teig auf das vorbereitete Blech streichen und sofort in den Backofen geben, bei 180 Grad Unter- und Oberhitze 30-35 Minuten backen. Nicht zu trocken werden lassen, da der Kuchen am besten schmeckt, wenn der Kern noch etwas feucht ist.

Nach dem Abkühlen lege ich ein Papiertortendeckchen drauf, bestäube alles mit Puderzucker. Wenn das Papier vorsichtig runtergehoben wird, zeigt sich ein schönes, dekoratives Muster.

Es gibt noch eine sehr leckere Variation: Auf den abgekühlten Kuchen Orangenmarmelade streichen und anschließend mit aufgelöster dunkler Kuvertüre bestreichen. Hmm!!

Wintermonate

Ja, er hat recht, mein guter Freund, der mich neulich ob meiner ungeduldigen Frühlingserwartung darauf hingewiesen hat, dass Januar, Februar und März Wintermonate sind.

Ich weiß das natürlich auch. Aber, bitte schön, wollen wir das??

Ich glaube, so niemand in meinem weiten Freundes- und Bekanntenkreis möchte jetzt noch Schnee schaufeln oder früh am Morgen den Split auf die Gehwege streuen. Nach den doch sehr dunklen, nassen, kühlen Zeiten wollen wir alle Sonne, Helligkeit, Wärme. Aber die Wartezeit wird uns lang…

Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass es doch eine gute Idee sei, Weihnachten auf den 24. Februar zu legen. Dann könnte sich man die Wartezeit auf den Frühling mit Plätzchen backen und der Geschenkejagd verkürzen.

Hmmm, ich überlege ein Weilchen. Eigentlich…

…ein dummer Gedanke! Was würde ich denn dann im November und Dezember tun??

Gott sei Dank zeigt sich jetzt ab und an die Sonne und strahlt:

Es gibt mich noch!!

 

 

En goldisch Meenzer Mädche oder „Go for Gold!“

Ein dreifach donnerndes…!!!

Die närrischen Tage sind da und, wie man in Mainz so sagt, singt Gott Jokus mit uns ein Hallelujah.

Ich bin keine Vollblutfastnachterin, aber in diesem Jahr bin ich dabei! Ich hab Spaß uff de Gass, singe, schunkele, steh mir die Beine in den Bauch.

So richtig toll geht es mir gerade nicht. Und wie tut es da gut, abgelenkt zu sein, sich treiben zu lassen (Haha, soweit das mir überhaupt möglich ist.) und sich von völlig harmloser, lustiger Feierlaune anstecken zu lassen.

Heute bin ich ein „Goldisch Meenzer Mädche“ und ich „gehe für Gold“ (Wieder Haha! So wird halt die wörtliche Übersetzung angezeigt.). Ich stülpe mir eine goldene Perücke über, behänge mich mit unechtem Geschmeide und ziehe los, mein momentanes Seelentief zu besiegen. Ich hoffe auf eine Medaille…

Ein dreifach donnerndes Helau, Helau, Helau!!

 

Alte Wege – neue Wege

Manchmal ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.

Wenn man an einem Punkt angekommen ist, schon schnaufend, mit heftigem Herzklopfen, weil der Weg vielleicht doch anstrengender war als es von weitem ausgesehen hat, dann bleibt man doch besser erst einmal stehen. Weil man einfach nicht mehr kann.

Vielleicht hat man sich überschätzt. Oder sich nur vom schönen Schein blenden lassen, der  vom wunderbaren Ziel träumen ließ, und dabei die vielen kleinen Steine, die einen leicht zum Straucheln bringen können, einfach übersehen. Sogar übersehen wollen?

Wenn man dann inne gehalten hat und ein bisschen schlau ist und auch ein wenig Mut hat, kann man sich eingestehen:

Diesen Weg will ich nicht weiter gehen!

 

 

Und dann kann ich mich in Ruhe umschauen. Ist da nicht ein anderer Weg, ein bisher nicht entdeckter Pfad, der, vielleicht mit ein paar Umwegen, in die richtige Richtung führt?

Oder mache ich mich auf den Rückweg? Mit Bedauern zwar, aber auch erleichtert.

Egal. Ich gehe los!!

 

 

 

 

 

Frühling- Wo bist du??

Alles ist auf Empfang gestellt. Und dann das! Heute hat es doch tatsächlich geschneit. Das hatte ich so gar nicht bestellt!

Da bin ich doch richtig froh, dass ich eine „Frühlingsbegegnungsmöglichkeit“ kenne, die ich euch gerne vorstelle:

Man fahre in einen Baumarkt seiner Wahl, gehe dort in die Pflanzenabteilung und stelle sich ganz genau zu den Frühblühern! Wie ist das wunderschön. Diese Farbenpracht und dieser Duft. Wie kann man da widerstehen?

Schade, dass ich nur einen winzigen Teil davon mit nach Hause nehmen kann!!

Da sitzen sie…

…die Möwen.

Und warten. Auf was wohl?? Ganz sicherlich warten sie auf Wärme, das konnte ich ihnen ansehen.

Da geht es ihnen so wie mir – und vielen anderen Menschen natürlich auch.

Tja, wenn man so da sitzt und wartet, dann wird es einem schon schnell mal kalt. Und wenn man dann noch ein bisschen traurig und frustriert ist, dann krabbelt die Kälte so richtig in einen rein, so bis ganz tief nach innen.

Da hilft dann nur eins: „Arsch huh!“, wie der Kölner zu sagen pflegt. Nur wenn man sich bewegt, wird es einem wieder richtig warm…     Als ob das immer so einfach wäre!

Ich mache mir erst einmal einen heißen Ingwertee.

 

Hindernisse, Hürden, Stolpersteine

Gerade eben war ich noch voller Zuversicht, was mein Baby „Treffpunkt“ angeht, und schon im nächsten Moment zeigt sich, dass der Weg zur Realisation doch sehr steil, steinig und holprig ist. Halt so, wie das Leben so ist.
Da gibt es für mich mal wieder nur eine: Innehalten und die Situation in Ruhe betrachten und überdenken. Und dann eventuell die Weichen neu stellen.
Ganz konkret zeigen mir Vorschriften, Auflagen und Bestimmungen wo meine Grenzen sind.                                                                                                                                                          Aber ich bin ja schon ein „großes Mädchen“! Ich habe gelernt, dass es mir nicht gut tut, gewisse Grenzen auszutesten oder gar zu überschreiten.
Und schließlich soll es mir ja gut gehen!!
Also schau’n wir mal…

Ein neues Kleid…

… für meinen Tisch.

So hin und wieder habe ich das dringende Bedürfnis, etwas zu verändern. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt das Leben im Ganzen oder Besonderen. Ich meine einfach meine Umgebung, gestalterisch gesehen. Möbel rücken war früher schon mal auch eine Option. Da wurden, vorzugsweise an verregneten Sonntagen, Kommoden und Sofas auf Tücher und Lappen gestellt und quer durch das Wohnzimmer geschoben  –  und meistens danach wieder zurück.

Diese Zeiten sind vorbei. Der Wunsch nach Veränderung ist geblieben.

Irgendwann habe ich dann eine ganz einfache und leicht umzusetzende Möglichkeit entdeckt.

Tatatata!

Man nehme Geschenkpapier(!), rolle es als Läufer über den Tisch und Schwupps! hat dieser ein neues Kleid, strapazierfähiger als man erst einmal vermutet, über mehrere Mahlzeiten lebensfähig, jederzeit zu ersetzen und leicht zu entsorgen. Wunderbar!!

 

Alleinsein – Genuss oder Verdruss??

Ich bin gerne alleine! Wirklich!

Ich kann mich gut beschäftigen, lese viel, höre gerne Musik, singe im Chor, mache Sport. Und dann ist da ja auch noch der Haushalt. Und man wundert sich, wie man es auch alleine schafft, Unordnung und Staubwölkchen zu produzieren. Ich gehe ins Kino und ins Theater, treffe mich mit lieben Freunden.

Immer wieder.

Immer mal wieder ergeht es mir jedoch, wie in Janoschs wunderschönem Kinderbuch “Post für den Tiger“ beschrieben: Der kleine Tiger und der kleine Bär leben gemeinsam in einem kleinen Häuschen. Während der kleine Bär in die Welt geht um Fische zu fangen, hat der kleine Tiger die Aufgabe, sich um den Haushalt zu kümmern. Aber wenn er so alleine ist, wird er immer ganz traurig und hat zu nichts mehr Lust und am Ende des Tages hat er gar nichts vollbracht.

Wie habe ich es am Anfang meiner „großen Freiheit“ genossen, morgens im Bett bleiben zu können, die Uhr Uhr sein zu lassen und ganz im Hier und Jetzt den Tag zu vertrödeln.

Mittlerweile bin ich wohl ausgeruht. In der Regel stehe ich zeitig auf, frühstücke langsam und informiere mich dabei über das Weltgeschehen. Aufräumen, Wäsche waschen, Blog schreiben, telefonieren, Sport machen, Essen kochen, und dann…  Dann ist erst Mittag!

Wie freue ich mich dann, wenn ich ein „Tageshighlight“ im Blick habe. Dazu gehören hoffentlich bald auch Treffen und Begegnungen mit alten und neuen Freunden im „Treffpunkt“!!

Die Primeln weinen… Ich nicht!

Wie bin ich froh!

Ich habe ein Dach über dem Kopf und eine wärmende Heizung. Wenn ich raus gehe, wärmt mich eine dicke Jacke. Und wenn ich wiederkomme, gibt es ein warmes Essen und dann einen Stapel Bücher und eine Couch auf der ich es mir gemütlich machen kann.

Ja, es geht mit gut. Da ich allerdings auch „nur“ Mensch bin, vergesse ich dies manchmal, dann sind all diese Vorteile und Bequemlichkeiten einfach selbstverständlich.

Aber heute kann ich mich sehr darüber freuen.

Danke, liebes Wetter!!

 

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