Refugium-Blau

vom Leben einer jungen Alten

Im Kleinen beginnen

#Werbung für die inneren Werte und kleine Alltagsphilosophien

Wertstoffhof heißt der Platz, zu dem die Menschen ihre Abfälle und kaputt gegangene Dinge bringen können, damit so viel wie möglich recycelt werden kann.

Diese Höfe haben sogenannte Paten. Das sind Männer, die während der Öffnungszeiten für Ordnung und Sauberkeit sorgen.

Schon seit einer ganzen Weile bringe ich in regelmäßigen Abständen meine Gartenabfälle hin. So habe ich schon mehrere dieser Paten erlebt. Ehrlich gesagt kann ich mich kaum an eins der Gesichter erinnern.

Bisher…

In diesem Jahr ist das anders.

Der Herr, der jetzt dort für Recht und Ordnung sorgt, ist mir durch seine Freundlichkeit und Offenheit gleich aufgefallen.

Meine Grüße werden freundlich erwidert, es werden Scherzchen gemacht, über schlechtes Wetter wird  geschimpft, gutes natürlich gelobt…

Und obwohl er offensichtlich selbst leicht gehbeeinträchtigt ist, bietet er mir regelmäßig seine Hilfe bei der mühsamen Schlepperei an.

Darauf habe ich ihn bei meinem letzten Besuch angesprochen, mich herzlich bedankt und ihm gesagt, wie wohltuend ich seine Freundlichkeit empfinde.

Seine Antwort:

„Wissen Sie, im Leben gibt es so viel Durcheinander und Unfrieden. Das ist doch nicht gut! Es ist viel schöner, wenn man für seine Mitmenschen ein nettes Wort hat. Und wenn das schon die Großen nicht hinkriegen, dann müssen wir im Kleinen anfangen!“

Recht hat er, mein Alltagsphilosoph!!

Bundkarotten – vielfachbunt!

#Werbung für saisonale und regionale Gaumenfreuden

Sie heißen Möhren, Karotten, gelbe Rüben, Rübli oder gar Wurzel, das ist von Region zu Region unterschiedlich und das war mir bekannt.

In diesem Jahr ist mir aber zum ersten Mal die Farbenvielfalt der Möhre aufgefallen.

Ungeschält weckten sie zwar mein Interesse, von ihrer Schale befreit, erstrahlten sie dann neben dem wohlbekannten orange, in einem wunderschönen, dunklen Lila und in Gelb und es gab sie sogar lila-orange oder gelb-grün gestreift.

Daraus entstanden ist eine

Bunte Tarte von Möhren

Die Möhren habe ich geschält, in Scheibchen geschnitten und in einer Pfanne zusammen mit Ringen einer roten Zwiebel, etwas Knoblauch und Thymian  in Öl angedünstet und abkühlen lassen.

Währenddessen wurde der (von guten Geistern vorbereitete und selbst gekaufte) Blätterteig auf einem Blech entrollt, an den Rändern leicht aufgerollt und im  200 Grad heißen Backofen etwa 10 Minuten vorgebacken.

Aus 250 Gramm Ricotta und 100g Schmand habe ich eine Creme gerührt und mit Salz, Kräutersalz, Pfeffer und Cayennepfeffer gewürzt.

Diese Creme wurde auf den vorgebackenen Blätterteig gestrichen, darauf das gedünstete Gemüse verteilt und ab damit – 15 Minuten in den Ofen.

Mit frischen Kräutern bestreut und etwas Olivenöl beträufelt wurde daraus ein köstliches, leicht herbstlich angehauchtes Wochenendstartgericht!!

Selig in Seligenstadt

#Werbung für nette kleine Städte und süße Verführungen

Das Städtchen Seligenstadt ist unweit von Offenbach am Main gelegen.

Es gibt viele Gründe, einen Ausflug nach Seligenstadt zu machen:

Man kann hier einen Urlaubstag in nicht allzu weiter Entfernung verbringen.

Man kann sich an den schmucken Fachwerkhäusern erfreuen und durch die gemütlichen Gassen schlendern.

Der Besichtigung der berühmten Einhard-Basilika ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Und falls man, so wie wir, die Räder dabei hat, kann man auf gut ausgebauten Radwegen am Main entlang fahren, wenn man möchte, bis nach Aschaffenburg, und somit schon dem benachbarten Bayern einen Besuch abstatten.

Der allerallerwichtigste Grund, weshalb ich mit Sicherheit wieder nach Seligenstadt fahre, ist aber ein ganz anderer.

Hier habe ich die pure Versuchung erlebt  –  und bin ihr erlegen…

Der süße Löwer heißt das nette kleine Café in der Mainstraße, in das mich mein hessischer Begleiter führte.

https://der-suesse-loewer.de/

Und ich kann euch nur sagen, es war ein Traum! Beim Gedanken an all die süßen Leckereien in der Auslage läuft  mir auch jetzt das Wasser im Munde zusammen. Die Vielfalt von Törtchen, jedes ein kleines Kunstwerk, und die ansprechenden, appetitanregenden Torten machten die Wahl zur Qual.

Und dann erst das Geschmackserlebnis! 

Ein bekannter Fernsehkoch hat einmal den Begriff „Gaumensex“ geprägt. Hier durfte ich ihn erleben!!

Eine Seefahrt, die ist lustig…

#Werbung für eindrucksvolle Naturerlebnisse und die klassische Postschifffahrtsreise

Die angeblich „schönste Seereise der Welt“ sollte es sein, die traditionelle Postschiffsroute, die seit 1893 täglich entlang der norwegischen Küste Dienst tut und zu 34 Häfen Post, Fracht und Menschen bringt.

Für 12 Tage war eine kleine, aber funktionell ausgestattete Kabine auf der MS Trollfjord mein Zuhause.

Es gibt mittlerweile durchaus kostengünstigere Angebote großer Kreuzfahrtreedereien, mit denen man die imposante Natur an der norwegischen Küste erleben kann. Mein Anliegen war es jedoch, mit einem Schiff zu fahren, das nach wie vor regulären Liniendienst tut, auch wenn tatsächlich keine Post, wohl aber immer noch Fracht zu den schwer erreichbaren Küstenorten transportiert wird.

Allerdings steht heute auch bei den Hurtigruten  das Natur- und Schifffahrtserlebnis für die Passagiere  im Vordergrund. Und doch gibt es klare Unterschiede: Die Anzahl der mitfahrenden Gäste ist weitaus kleiner, auch die Schiffe sind nicht überdimensioniert und können deshalb durch Engstellen in malerischem Umfeld und in kleine und enge Fjorde einfahren. Das ganz besonders schöne Erlebnis im Trollfjord wäre mir mit einem Kreuzfahrtschiff nicht gegönnt gewesen.

Der Schwerpunkt bei den Hurtigruten liegt eindeutig auf dem Erleben und Erfahren der Natur und der regionalen Besonderheiten. Animation, Entertainment und Shows finden sich hier nicht und das ist richtig gut so!

Es gibt tägliche Informationen über Land und Leute und viele (leider auch teure)  Ausflüge mit guten Hintergrundberichten durch lokale Guides in die direkte Umgebung. Ganz besonders hervorzuheben ist auch das hervorragende Essen. „Costal Kitchen“ ist die Philosophie, die dahinter steckt. Das Essen ist immer ganz frisch und kommt gleich aus der Region, in der die Häfen liegen, in denen das Schiff Halt macht.

Zitat: „Der Fisch, der jetzt auf Ihrem Teller liegt, hat heute Nacht noch gezappelt.“

So wird die Reise zum Genuss und zu einem Fest für alle Sinne!

Mein persönliches Fazit:

Ich konnte mich voll und ganz auf das hier und jetzt und die wundervolle Umgebung einlassen und siehe da: Nach 3 Tagen fühlte ich mich „wie aus der Welt gefallen“ und nach 12 Tagen kehrte ich voll mit wunderschönen Erlebnissen und  absolut tiefenentspannt  in meinen „Heimathafen“ zurück!!

Her mit den süßen Früchtchen!

#Werbung für ungehemmten Naschgenuss und heimische Erzeugnisse

Auch heute kommt wieder ein kulinarisches Sommerhighlight aus heimischen Gefilden.

Ich hatte einen wahren Einkaufsrausch, als ich neulich unseren wunderbaren Wochenmarkt aufsuchte.

Dieses Mal waren Beeren das Objekt meiner Begierde!

Und ich wurde fündig: Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren fanden den Weg in meinen Einkaufskorb.

Ein paare späte Kirschen mussten dann auch noch sein…

Und den Aprikosen konnte ich nicht widerstehen.

Mit schwerer Fracht zuhause angekommen,  kamen dann doch ein paar Fragen auf:

Wie soll ich das alles aufessen, bevor es verdirbt? Was verarbeite ich zuerst, was kann ich ein paar Tage lagern?  Warum eigentlich musste ich so viel auf einmal einkaufen??

Ich habe dann einfach mal mit einem Aprikosen-Clafoutis begonnen.

Das ging ruck-zuck und war mit einer Kugel Vanilleeis und etwas Schlagsahne ein himmlisch leckeres Dessert!!

Nicht nur ein Schönheitswettbewerb

#Werbung für unscheinbare Schönheit und ein Supergeschmackserlebnis

Es gab einmal eine Zeit, da aß man im Sommer Tomaten. Wenn man in der glücklichen Situation war, einen Garten sein Eigen zu nennen, waren sie aromatisch und wohlschmeckend. Wenn nicht, dann musste man mit eher geschmacksneutralen Gewächshaustomaten aus dem Supermarkt vorlieb nehmen.

Wie dem auch sei: Ich kannte Tomaten, einfach nur Tomaten.

Heute gibt es Kirschtomaten, Roma-, Paprika- und Cherrytomaten, die goldene Königin, die Tigerella, im Moment ganz hipp, das Ochsenherz und noch viele mehr.

Sie leuchten in den unterschiedlichsten Farben: Gelb, orange, grün oder violett und natürlich rot. Es gibt sie gerippt und glatt, riesig und klein, rund und länglich. Und alle sind wunderschön anzuschauen!

Auf dem Wochenmarkt habe ich mich eingedeckt und einen ganz persönlichen Wettbewerb veranstaltet.

Schön waren alle, manch aufgeschnitte Frucht wirklich kunstvoll gemasert.

Aber der Geschmack, der konnte mich nicht immer überzeugen. Manch exotisch aussehendes Früchtchen schmeckte nach – nichts! Vielleicht kamen diese dann doch einfach wieder nur aus dem Gewächshaus.

Ich hatte allerdings auch eine eindeutige Gewinnerin:

Meine kleine, unscheinbar wirkende, aber selbst gezogene Echt-Bio-Naschtomate aus dem Kübel war die Siegerin!

Noch sonnenwarm in den Mund gesteckt, mit dem Zähnen zart geöffnet, am Gaumen leicht zerdrückt, behutsam zerkaut und dann genussvoll geschluckt:

Es war eine Geschmacksexplosion!!

Grüße aus dem Sommerloch

#Werbung für die Freiheit, sich einfach einmal ein bisschen auszuklinken

Entspannende Stunden am Wasser

#Werbung für dolce far niente (das süße Nichtstun) und die wohltuende Wirkung von Wasser

Huch, war das wieder heiß!

Meine Aktivitätskurve ging rapide nach unten, ich war ganz einfach lahm gelegt…

Dolce far niente nennen die Italiener das süße Nichtstun, das hört sich doch schon ganz anders an…

Nun bin ich zwar im Rhein-Main-Gebiet und nicht in Italien, aber schöne, wohltuende Momente bei sommerlicher Hitze, die kann ich mir auch hier verschaffen!

Wir haben uns an dieser Stelle schon über die wohltuende Wirkung von erfrischenden Getränken unterhalten.

Heute zeige ich die wohltuende Wirkung des  Wassers auf anderer Ebene:

Ein paar Stunden am oder im Wasser tun einfach gut!

Das kann im Schwimmbad sein, am Baggersee, am Teich, am Planschbecken oder aber auch am Rhein.

Die Wasserqualität des Rheins hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert, es ist heute gesundheitlich unbedenklich, im Rhein schwimmen zu gehen.

Doch Vorsicht! Das darf nur an besonders ausgewiesenen Stellen sein, denn die Strömungen des großen Flusses sind tückisch und gefährlich und leider kommt es immer wieder zu Todesfällen.

Unbedenklich im Rhein planschen kann man aber im Strandbad von Oppenheim, in einer seichten Bucht, fernab der Fahrrinne. Man kann dem Fluss des Wassers zuschauen, ins Wasser eintauchen, ein bisschen schwimmen, Steinchen und Muscheln sammeln und den vorbeiziehenden Schiffen zuschauen.

Hier ein paar Impressionen:

Angespitzte Zucchini

#Werbung für ein gerne als langweilig angesehenes Gemüseund für Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht

UUPS! Jetzt ist es doch passiert!

Lange Zeit habe ich mich dagegen gewehrt, mir einen von den so in Mode gekommenen Spiralscheidern für Gemüse zuzulegen. Nachdem ich in den vergangenen Jahren zweimal umgezogen bin, kann ich mittlerweile vielen „ach so nützlichen“ Haushaltsgegenständen oder den gerade „sehr trendigen“ Dekorationsartikeln eigentlich ganz gut widerstehen.

Eigentlich…

Jetzt aber bin ich schwach geworden: Das sehr günstige Angebot eines bekannten Discounters war so verlockend und nun bin ich Besitzerin eines kleinen Gemüseschneidesets. Klein und platzsparend sind es einfach nur 3 Hütchen aus Plastik, die ähnlich wie ein Riesenspitzer zu nutzen sind.

Um zu erklären, warum es dazu kam, muss ich euch zunächst eine andere Geschichte erzählen.

Als Relikt einer Renovierungsmaßnahme stand in meinem Garten seit Jahren eine vernachlässigte Betonwanne herum. Rechteckig, grau, sperrig. Da ich aber in letzter Zeit überzeugende Beispiele der Kübelgärtnerei kennengelernt habe, reifte in mir der Entschluss, den grauen Kasten dafür zu nutzen.

Gedacht getan!

Im Mai, kurz nach den Eisheiligen erwarb ich ein vorgezogenes Zucchinipflänzchen und eins für süße, kleine Naschtomaten, die ich in den mit guter Erde gefüllten Kübel setzte, fleißig goss und mit guten Worten bedachte.

Dass die von mir gewählte Kombination nicht besonders glücklich ist, das ist eine Erkenntnis für die Zukunft. Dass sich die Zucchini im Kübel jedoch sehr wohl fühlt, das weiß ich jetzt auch. Im Moment ernte ich fast täglich einen stramm gewachsenen Zucchino und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen.

Das bedeutet aber auch, das Gemüse sollte zeitnah verwertet werden!

Nun schmeckt Zucchini so für sich genommen doch etwas fad. Also braucht es starke Begleiter, Käse, Zwiebeln, Knoblauch, Hackfleisch und, und, und…

Damit der Verzehr nicht zu schnell langweilig wird, tut Abwechslung not!

Und da kommt jetzt mein neu erworbener Gemüseschneider ins Spiel.

Warum nicht doch einmal Zucchininudeln machen?

Und siehe da, es geht ganz einfach. Das entsprechende Hütchen wählen, auf die Zucchini stecken und drehen. Ich probiere es erst einmal mit einem kleinen Stück. Es funktioniert wunderbar! So wunderbar, dass nach etwa 30 Sekunden Blut fließt!

Die kleinen Zacken, die das Gemüse in Streifen zerlegen, sind ganz schön scharf und ich werde wohl zukünftig Vorsicht walten lassen.

Aber nutzen werde ich das Ding ab und an, weil diese Nudeln aus Gemüse doch ganz lustig sind!!

Annabelle, oh, Annabelle!

#Werbung  für andauernden Blütenzauber und Licht in schattigen Ecken

Meine erste Hortensie habe ich als 8-jähriges Kind zu meiner Erstkommunion geschenkt bekommen.

Damals war ich ganz und gar nicht begeistert über dieses Präsent, ebenso wenig wie ich mich über das verschnörkelte, in meinen Augen schon damals sehr kitschige, versilberte Kaffeebesteck freuen konnte, das wohl die Grundlage für meine Aussteuer sein sollte.

Die Hortensie kümmerte eine Zeit lang auf meiner Fensterbank, verdurstete wohl und starb dann langsam ab.

Vielleicht ging es nicht nur mir so mit meiner ersten Begegnung mit Hydrangea, wie der botanische Name der Pflanze lautet. Hortensien galten viele Jahre als altmodisch und verschwanden, ähnlich wie Nelken, aus dem Blickfeld der Gartenliebhaber.

Vor einigen Jahren kam dann das große Hortensien- Revival!

Heute erfreut sich die Hortensie großer Beliebtheit und es gibt sie in unbeschreiblich vielen Züchtungen und einem großen Farbspektrum von vielen verschiedenen Rot- und Rosastönen, Blau  und Weiß.

Mein absoluter Liebling ist Annabelle!

Ich lernte diese Schneeballhortensie auf einer Reise an die holländische Küste kennen, mittlerweile ist sie auch in unserer Region häufig zu finden.

Meine Annabelle steht an einem halbschattigen, windgeschützten Standort und dort scheint sie sich ausgesprochen wohl zu fühlen. Das dankt sie mit einer überbordenden Blütenpracht, die lange andauert, ihre Farbe langsam von strahlendem Weiß in zart grünlich verändert, um dann im Winter in lichtem Braun den kahlen Garten zu dekorieren.

Sie lässt sich wunderbar zu Dekorationszwecken nutzen:

Ganze Blütenköpfe in einer Schale wirken eindrucksvoll, in kleine Ästchen geteilt kann man wunderhübsche Kränze winden oder die Lücken von Blumengestecken auffüllen.

Danke Annabelle!!

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